Akademix Wizard

Wirtschaftswissenschaften

Die Wirtschaftswissenschaften gelten als einer der wohl bekanntesten und beliebtesten Studiengänge in Deutschland. Hier erfährst du alles über die Inhalte des Studiengangs, die Wege zum Studienplatz sowie die Berufsperspektiven im Anschluss an das Studium.

Zulassung dank Abitur oder Fachhochschulreife

Für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften braucht es nicht unbedingt ein Traumabitur. Studiert wird an einer Universität oder Fachhochschule. Dementsprechend verfügst du idealerweise über eine Hochschulzugangsberechtigung wie das Abitur oder die Fachhochschulreife.

Alternativ gibt es jedoch auch die Möglichkeit eines Studiums ganz ohne Abitur. Möglich ist dies mittlerweile in fast allen Bundesländern innerhalb Deutschlands. Die Anforderungen variieren allerdings von Land zu Land. Grundsätzlich erwartet wird eine Berufsausbildung mitsamt anschließender Berufserfahrung. Unterschiedlich gehandhabt werden hingegen Faktoren wie die Dauer der Berufserfahrung.

Der Numerus Clausus für Studiengänge im Bereich der Wirtschaftswissenschaften liegt mit 2,5 im Mittelfeld. Nur vereinzelt braucht es eine Abiturnote im Einserbereich. An anderen Universitäten akzeptiert man mitunter aber auch Bewerber mit einem Abitur bis zur Note 3,9. Bei Fernstudiengängen gibt es teilweise sogar zulassungsfreie Studienmöglichkeiten.

WiWi: Ein umfangreiches und breit gefächertes Feld

Grundvoraussetzung für ein Studium im Bereich der Wirtschaftswissenschaften ist ein gewisses grundlegendes Interesse an volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen. Eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Rolle spielen Englisch und Mathematik. Gute Vorkenntnisse aus der Schulausbildung sind aus diesem Grund von Vorteil. Auch die Fähigkeit analytischen Denkens ist eine absolut wesentliche Eigenschaft für das Studium der Wirtschaftswissenschaften sowie für die Berufstätigkeit im Anschluss an das Studium.

Inhaltlich sind die Wirtschaftswissenschaften ein umfangreiches und breit gefächertes Feld. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre. Die VWL befasst sich im Gegensatz zur BWL nicht nur mit betriebsinternen, sondern auch mit gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen innerhalb eines bestimmten Wirtschaftsraumes wie der EU oder einem Einzelstaat. Demgegenüber behandelt die BWL hauptsächlich Sachverhalte innerhalb eines Unternehmens.

Als Teilgebiete der Wirtschaftswissenschaften behandeln Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre ökonomisch relevante Inhalte in Hinblick sowohl auf das Einzelunternehmen als auch auf die Gesamtwirtschaft. Auf diese Art und Weise qualifiziert das Studium der Wirtschaftswissenschaften dich für eine Vielzahl von Berufsfeldern. Hinzu kommen Module und Querschnittsbereiche wie Recht, Statistik, Marketing, Ökonometrie, Controlling, Programmierung, Rechnungswesen, Wirtschaftsinformatik, Unternehmensführung sowie Makro- und Mikroökonomik. Daneben sind auch Wirtschaftsethik, -geschichte, -soziologie und -psychologie mitunter Teil des Curriculums. Hinsichtlich der Gewichtung der Einzelinhalte kommt es von Universität zu Universität zu Unterschieden. Persönliche Schwerpunkte setzt du durch die Wahl von Wahlpflichtmodulen oder Vertiefungsrichtungen.

Theorie vs. Praxis

Im Rahmen des Studiums der Wirtschaftswissenschaften ebenfalls nicht einheitlich geregelt sind die Praxisanteile im Studium. Grundsätzlich ermöglicht jedoch ein Großteil der (Fach-)Hochschulen Praktika im Rahmen des Studiums. Hinzu kommen Möglichkeiten zur Teilnahme an diversen Projekten im Rahmen des sonst doch eher theoretisch gehaltenen Studiums der Wirtschaftswissenschaften. Einige Studiengänge beinhalten sogar ganze Praxissemester. Das modular aufgebaute Bachelorstudium der Wirtschaftswissenschaften umfasst neben einem Pflichtbereich auch einen Wahlpflichtbereich. Über letzteren entscheidest du jedoch erst im Laufe des Studiums.

Qualifikation für die Arbeit in Unternehmen aller Art

Das Studium der Wirtschaftswissenschaften hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern. Längere Studienzeiten von sieben Semestern basieren für gewöhnlich auf der Integration eines Praxissemesters in das Studium. Im Anschluss an das Bachelorstudium gibt es die Möglichkeit der Erlangung eines Master of Science mit eventueller anschließender Promotion. Der Masterabschluss nimmt weitere drei oder vier Semester in Anspruch.

Mit dem Ende des Studiums winkt auch die Anfertigung einer Bachelorarbeit beziehungsweise Bachelorthesis. Die Prüfungsordnungen geben hierfür zwischen drei und sechs Monaten Zeit. Anschließend erhältst du als ersten Studienabschluss den Bachelor of Arts oder Bachelor of Science. Du verfügst nun über ein breites ökonomisches Wissen. Dieses qualifiziert dich für die Arbeit in Unternehmen aller Art.

Universität oder Fachhochschule, Fernstudium oder Auslandsstudium?

Möglich ist ein Studium der Wirtschaftswissenschaften sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen. Weitere Möglichkeiten sind einerseits ein Fernstudium und andererseits ein Auslandsstudium.

Im Universitätsstudium steht die theoretische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre im Vordergrund. Es eignet sich daher vor allem als Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Karriere. Seit der Umstellung auf das Bachelor-Master-System bietet ein Großteil der Universitäten jedoch auch fest in den Studienablauf integrierte Praktika. Fachhochschulen legen im Vergleich zu Universitäten dennoch mehr Wert auf eine praxisbezogene und anwendungsorientierte Ausrichtung des Studiums der Wirtschaftswissenschaften.

Ein Fernstudium dagegen eignet sich vor allem für Berufstätige. Im Rahmen dieser Studienvariante erwirbst du durch ein berufsbegleitendes, neunsemestriges Teilzeitstudium den Bachelor of Science.

Das Auslandsstudium zu guter Letzt gehört heute schon fast zu den ganz selbstverständlichen Qualifikationen eines Hochschulabsolventen. Denn internationale Erfahrungen prädestinieren geradezu für eine Tätigkeit als Führungskraft innerhalb der Wirtschaft. Viele Hochschulen ermuntern ihre Studierenden daher zu einem Auslandssemester. Das reicht dir noch nicht? Glücklicherweise ist das Studium der Wirtschaftswissenschaften im Ausland ebenso verbreitet wie in Deutschland.

Vom Vertrieb bis hin zum Finanz- und Rechnungswesen

Ein Abschluss im Bereich der Wirtschaftswissenschaften ermöglicht dir den Berufseinstieg in Unternehmen nahezu aller Branchen. Sehr weit gefächert sind dabei sowohl das Einkommen als auch die Tätigkeiten. Ob kleines, mittelgroßes oder großes Unternehmen: Grundsätzlich eröffnet dir der Abschluss eines Studiums der Wirtschaftswissenschaften eine Vielzahl von Möglichkeiten in Sachen Berufseinstieg. So beschäftigen neben Unternehmen auch Vereine, Organisationen und Verwaltungen Wirtschaftswissenschaftler. Auch in Forschung und Lehre finden sich Wirtschaftsabsolventen.

Deine genaue Tätigkeit ist nicht zuletzt auch abhängig von der Ausrichtung deines Studiums. Mögliche Tätigkeitsfelder sind Vertrieb, Einkauf, Logistik, Controlling, Geschäftsführung, Projektmanagement, Unternehmensberatung oder Finanz- und Rechnungswesen.

Es lässt sich also festhalten: Ein Studium von Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre qualifiziert dich für eine Vielzahl von Tätigkeiten. Dennoch gilt ein Studium der Wirtschaftswissenschaften heutzutage anders als früher nicht mehr als Jobgarantie. Am besten sind deine Chancen im Falle einer Auseinandersetzung mit dem Berufseinstieg schon während des Studiums. Viele verschiedene Maßnahmen erhöhen deine Chancen bei der Stellensuche. Dazu gehören gezielte Spezialisierungen im Studium, der Erwerb von Zusatzqualifikationen sowie praktische Erfahrungen durch Praktika und Nebenjobs.

Direkteinstieg oder Traineeprogramm

Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften vermittelt dir ein breit gefächertes Wissen. Mit Kenntnissen in Wirtschaftstheorien sowie Methoden der Unternehmensführung eignest du dich bestens für Jobs in Verwaltungen, Kreditinstituten sowie Industrie- und Dienstleistungsunternehmen.

Übrigens gilt der Bachelorabschluss bei den Wirtschaftswissenschaftlern auf dem Arbeitsmarkt inzwischen glücklicherweise als Standard. Gerade größere Unternehmen rechnen daher mit Bewerbungen von Bachelorstudenten. Der Berufseinstieg erfolgt nicht selten über ein Traineeprogramm. Doch auch ein Direkteinstieg ist absolut kein Ding der Unmöglichkeit. Vor allem im Vertrieb und im Controlling finden Absolventen eines Studiums der Wirtschaftswissenschaften nicht selten Stellen.

Im Hinblick auf deine Karriereaussichten erwartet dich im Anschluss an dein Studium voraussichtlich nur Gutes. Abhängig sind deine Karriereaussichten dabei hauptsächlich von deiner Leistungsbereitschaft. Wirtschaftswissenschaftler erwarten im Berufsalltag nämlich häufig lange Arbeitszeiten und hohe Arbeitsbelastungen. Berüchtigt für ihre langen und anstrengenden Arbeitstage ist vor allem die Unternehmensberatung. Meisterst du diese Arbeitsbelastung, bringst du es eines Tages vielleicht sogar bis in die Chefetage. Unbedingt anzuraten ist in diesem Zusammenhang der Erwerb eines Master of Science.

Einstiegsgehälter von rund 37.000 Euro pro Jahr

Dein zukünftiges Gehalt ist abhängig von Abschluss und Studienleistung. Ein guter Absolvent hat grundsätzlich bessere Karten als ein nur mittelmäßig benoteter Absolvent. Zudem steht der Master über dem Bachelor. Hinzu kommen Aspekte wie vorzuweisende Berufserfahrung, spezielle Zusatzqualifikationen oder vorhandene Auslandserfahrung.

Daneben kennen auch Einzelbranchen mitunter große Unterschiede im Bereich der Einstiegsgehälter. Zu den eher schlechter bezahlenden Branchen zählen PR, Werbung und Touristik. Luftfahrt, IT-Consulting und Unternehmensberatung hingegen zahlen mitunter recht hohe Gehälter. Durchschnittlich liegt das Einstiegsgehalt eines Absolventen bei rund 37.000 Euro pro Jahr. In den ersten zwei bis fünf Jahren als Berufstätiger klettert das Jahresgehalt dann auf rund 43.000 Euro. Abhängig ist dein Gehalt als Wirtschaftswissenschaftler jedoch auch dann noch von deiner Berufserfahrung.

Daneben spielen Ort, Bundesland, Geschlecht und Unternehmensgröße eine nicht zu unterschätzende Rolle in Sachen Gehalt. Im Folgenden ein paar Beispielgehälter von Wirtschaftswissenschaftlern unterschiedlicher Berufsfelder und -sparten:

  • Unternehmensberater: 4.800 Euro pro Monat / 57.600 Euro pro Jahr
  • Controller: 4.700 Euro pro Monat / 56.400 Euro pro Jahr
  • Vermögensberater: 4.000 Euro pro Monat / 48.000 Euro pro Jahr
  • Sales Manager: 4.000 Euro pro Monat / 48.000 Euro pro

Weiterbildung vs. Überqualifizierung

Im Anschluss an dein Bachelor- oder Masterstudium der Wirtschaftswissenschaften bietet sich dir neben dem Berufseinstieg auch eine Vielzahl ganz spezieller Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Seminaren, Coachings, Vertiefungskursen und Aufbaustudiengängen. Meist lohnt sich zu Beginn jedoch ein Einstieg in den Beruf. So definierst du auf schnellste und zielführendste Art und Weise deine Interessen in Sachen Weiterbildung. Mit ein bisschen Glück erhältst du sogar Förderungen von deinem Arbeitgeber. Noch vor dem Einstieg in den Beruf zu viel zu erreichen führt schnell zu einer Überqualifizierung. Diese erschwert dir dann möglicherweise den Einstieg in den Beruf.

Ghostwriting Wirtschaftswissenschaften

Du suchst einen Ghostwriter für deine Arbeit im Bereich Wirtschaftswissenschaften? Akademix beschäftigt qualifizierte und erfahrene akademische Ghostwriter aus den unterschiedlichsten Fachbereichen. Unsere wissenschaftlichen Arbeiten werden vollständig neu und für dich persönlich, nach deinen Wünschen und Vorgaben, erstellt. Garantiert ohne vorgefertigte Templates, Textbausteine oder Plagiate. Erfahre mehr über akademisches Ghostwriting und unsere Leistungen.