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Veterinärmedizin

Die Veterinärmedizin beschäftigt sich vor allem mit Krankheitserregern, die Nutz- und Haustiere befallen. Darüber hinaus arbeiten die Forscher an geeigneten Behandlungsmethoden, um die teilweise tödlich verlaufenden Krankheiten zu heilen oder die Symptome zu lindern. Weiterhin zählen auch der Schutz des Menschen vor ansteckenden Tierkrankheiten sowie die ausführliche Kontrolle von tierischen Produkten zu den wichtigsten Studieninhalten dieses Fachgebiets.

Das Studium der Veterinärmedizin

Das naturwissenschaftliche Studium der Veterinärmedizin enthält einen sehr hohen praktischen Anteil und vermittelt breit gefächerte Kenntnisse aus unterschiedlichen Bereichen. Nachfolgend erfährst du, in welche Themengebiete sich die Veterinärmedizin unterteilt, wie ein klassisches Studium aufgebaut ist und was dich nach dem Abschluss auf dem Arbeitsmarkt erwartet.

Die Veterinärmedizin wird in vielen Universitäten als Teilbereich der Medizin oder Biologie betrachtet. Einige Hochschulen verfügen sogar über eine gesonderte veterinärmedizinische Fakultät. Als angehender Veterinärmediziner beschäftigst du dich mit den am häufigsten auftretenden Tierkrankheiten sowie deren effektiver Behandlung. Im Gegensatz zu den Kommilitonen vieler anderer Fachrichtungen legst du am Ende deines Studiums keine Bachelor- oder Masterprüfung ab. Stattdessen beendest du es durch ein übergeordnetes Staatsexamen. In der Regel vermittelt die Hochschule das notwendige Wissen zum Bestehen der Prüfung in elf Semestern. Dennoch benötigen viele Studenten durchschnittlich 13 bis 14 Semester bis zu ihrem erfolgreichen Abschluss.

Die Studiengänge der Tiermedizin folgen an den deutschen Hochschulen klaren Richtlinien. Unabhängig vom Standort beschäftigst du dich während der ersten vier Semester mit den theoretischen Grundlagen des Fachgebiets. Diese Phase bezeichnen die Universitäten als Vorklinikum. Im direkten Anschluss daran findet das klinische Studium statt. Abhängig vom Engagement und der Anzahl der Teilnahmeplätze für belegpflichtige Module nimmt dieser Teil sieben bis zehn Semester in Anspruch. Währenddessen sammelst du wertvolle praktische Erfahrungen und hast sogar die Möglichkeit, an einem Auslandssemester teilzunehmen. Nahezu jede Hochschule pflegt Kontakte zu zahlreichen Partnern aus Europa, Asien und Amerika. Welche Standorte dir an deiner Universität zur Verfügung stehen, erfährst du im internationalen Büro oder bei der Studienberatung.

Der klinische Studienteil umfasst außerdem verpflichtende Praktika in veterinären Einrichtungen. Diese sind in der Verordnung zur Approbation von Tierärzten (TAppV) vorgeschrieben und geregelt. Entsprechend musst du nach deinem Vorklinikum jeweils 70 Stunden in der Tierzucht, Tierhaltung und Landwirtschaft verbringen. Darüber hinaus leistest du nach deinem fünften Fachsemester über einen Zeitraum von vier Wochen 150 Stunden in einer Tierarztpraxis. Nach dem siebten Semester müssen in zwei Wochen 75 Stunden in der Lebensmittelkontrolle gearbeitet werden. Schließlich stehen auch nach dem achten Semester Praktika an. Danach absolvierst du innerhalb von zwei Wochen 75 Stunden im öffentlichen Dienst, in drei Wochen 100 Stunden in einer Schlachttieruntersuchung sowie in 16 Wochen 700 Stunden in einer Tierarztpraxis.

Wo wird der Studiengang angeboten?

Du hast im gesamten Bundesgebiet die Möglichkeit, Tiermedizin an Universitäten zu studieren. Zu den beliebtesten Hochschulen gehören aktuell:

  • Tierärztliche Hochschule Hannover
  • Freie Universität Berlin
  • Justus-Liebig-Universität in Gießen
  • Universität Leipzig
  • Ludwig-Maximilian-Universität München

Welche Studieninhalte im Laufe des Studiums behandelt werden, erfährst du im folgenden Kapitel.

Welche Studieninhalte werden behandelt?

Der konkrete Ablauf und die zu behandelnden Lehrinhalte des Veterinärmedizin-Studiums sind in der TAppV genau vorgeschrieben. Daher studierst du an jeder Hochschule, die diesen Studiengang anbietet, die gleichen Fächer. Die Lehre gliedert sich in zwei gesonderte Abschnitte. Dabei handelt es sich um die tierärztliche Vorprüfung und die tierärztliche Prüfung. Am Anfang deines Studiums behandelt die Universität sämtliche theoretischen Grundlagen, die du während der Arbeit in den veterinärmedizinischen Einrichtungen benötigen wirst. Um an der Vorprüfung teilnehmen zu können, musst du sowohl das Vorphysikum als auch das Physikum bestehen.

Vorphysikum

Im Vorphysikum lernst du sämtliche naturwissenschaftlichen Grundlagen der Tiermedizin kennen. Diese beinhalten Grundkenntnisse der Physik und Chemie, tiefgreifendes Wissen der Zoologie als auch wichtige Informationen aus der Botanik. Dazu gehört die Wirkungsweise wichtiger Heil-, Gift- und Futterpflanzen sowie ein umfassender Überblick zu deren historischer Bedeutung. Weiterhin stellen die Grundlagen der medizinischen Terminologie und die Landwirtschaftslehre ebenfalls bedeutsame Module im Vorphysikum dar.

Physikum

Das Physikum stellt hingegen den anatomisch-physiologischen Abschnitt des Studiums dar. Es vermittelt dir spezielles Fachwissen über die Tierzucht, Vererbungslehre und Tierbeurteilung. Außerdem beschäftigst du dich mit den Fächern Anatomie, Physiologie und Histologie. Abschließend umfasst diese wichtige Phase deines Studiums weiterführende Module zu angewandter Biochemie und Embryologie.

Tierärztliche Prüfung

Nach dem Erlernen der erforderlichen Grundkenntnisse vermittelt dir die Hochschule zur Vorbereitung auf die tierärztliche Prüfung fundiertes Fachwissen über die Tiernutzung und mögliche Ursachen tierischer Erkrankungen. Darüber hinaus erwarten dich Kurse, die dich auf die Arbeit als praktizierender Tiermediziner vorbereiten. Du beschäftigst dich ausführlich mit Fleischhygiene, Milchkunde, Mykologie, gültigem Betäubungsmittel-, Berufs- und Standesrecht.

Was erwartet mich nach dem Veterinärmedizin-Studium?

Mit einem abgeschlossenen Studium der Veterinärmedizin stehen dir vielfältige Wege im Berufsleben offen. Mit einer zusätzlichen Approbation kannst du sogar eine eigene tierärztliche Praxis eröffnen. Als angestellter Veterinärmediziner behandelst du im Alltag vor allem Katzen, Hunde und Nager. Darüber hinaus suchen in seltenen Fällen ebenfalls Kunden mit Reptilien oder Vögeln eine Praxis auf. Neben dem ausführlichen Untersuchen auf Krankheiten führst du auch Kastrationen durch und schläferst deine Patienten ein, wenn keine Heilung mehr möglich ist.

Weiterhin kommen viele Tiermediziner auf örtlichen Schlachthöfen zum Einsatz. Sie wählen Tiere mit ausgezeichneter Fleischqualität aus und leiten die Schlachtung ein. Außerdem behandelst du die Bestände bei akuten Infektionen oder einem Parasitenbefall. Alternativ kannst du in der Fleischhygiene arbeiten und in Verarbeitungsbetrieben darauf achten, dass sämtliche Hygienevorschriften eingehalten werden. Einige Veterinärmediziner finden sogar eine Anstellung als Qualitätsprüfer im öffentlichen Dienst. Dabei testest du im Umlauf befindliche Eier, Fleisch und Milch auf Rückstände von Antibiotika oder anderen Medikamenten.

Die Gehaltsaussichten von Absolventen bewegen sich in einem sehr weiten Spektrum. Im Durchschnitt verdienen Tierärzte zwischen 3.700 und 5.000 Euro brutto im Monat. In Städten und Ballungszentren erhältst du deutlich höhere Gehälter als auf dem Land. In den Führungsetagen großer Konzerne erreichen viele Absolventen ein monatliches Einkommen von weit über 6.000 Euro brutto. Diese Positionen werden jedoch nur sehr selten vergeben.

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