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Sozialwissenschaften

Die Sozialwissenschaften befassen sich mit den Grundlagen und Erscheinungsformen menschlichen Zusammenlebens. Dabei geht es sowohl um die quantitative Erforschung von konkreten Gegebenheiten als auch um die Formulierung allgemeingültiger sozialphilosophischer Theorien.

Einordnung der Sozialwissenschaften

Die Sozialwissenschaften streifen die Bereiche Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Politologie, Geschichte, Kunstgeschichte und Soziologie. Die sozialen Wissenschaften beleuchten das soziale Handeln in kleinsten Beziehungseinheiten wie Familien ebenso wie in komplexen Beziehungsstrukturen von Organisationen und großen Verbänden. Wissenschaftler gehen dabei systematisch und empirisch vor. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied zwischen den Sozialwissenschaften und den übrigen Wissenschaften: Das soziale Handeln ist sinnhaft und wird von einem Subjekt ausgeführt. Der Gegenstand anderer Wissenschaften ist weder sinnhaft noch hat er Ähnlichkeit mit dem Forschersubjekt selbst.

Das Studium der Sozialwissenschaften

Das Studium der Sozialwissenschaften ist an zahlreichen deutschen Hochschulen möglich. Es gibt jedoch in vielen Einrichtungen Zulassungsbeschränkungen in Form des Numerus Clausus (NC). Kern des sozialwissenschaftlichen Studiums sind zwischenmenschliche Beziehungen, soziales Handeln und die unterschiedlichen Gesellschaftssysteme. Studierende der Sozialwissenschaften erforschen gesellschaftliche Handlungszusammenhänge und fragen danach, wie sie verändert, reproduziert und beeinflusst werden.

Auch im späteren Berufskleben gehen sie diesen Fragen nach. Die Sozialwissenschaften werden auch von philosophischen Aspekten beeinflusst und leiten aus den gewonnenen Erkenntnissen allgemeingültige Thesen ab. Die Hauptstudienfelder sind Sozialökonomie, Soziologie und Sozialwissenschaft, Gender Studies und Nachhaltigkeitswissenschaften. Je nach Hochschule variieren die Studieninhalte ebenso wie die Abschlüsse. Du kannst berufsbegleitend studieren oder das Studium oder als Vollzeitstudium belegen. Die gängigen Abschlüsse sind Bachelor, Master, Master of Arts (M. A.) oder Master of Science. Das grundständige Vollzeitstudium schließt du mit dem Bachelor ab.

Die Wahl des richtigen Studienortes

Sowohl die Studieninhalte als auch die Abschlüsse können je nach Hochschule stark variieren. Deinen Studienort solltest du daher sehr sorgfältig wählen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, auch ein benachbartes Fach wie Philosophie, Psychologie, Pädagogik oder Politikwissenschaften vertieft zu studieren. Ohne Fremdsprachen und EDV-Kenntnisse ist im späteren Beruf kaum Erfolg möglich.

Wer das Lehramt in Sozialkunde anstrebt, muss im Studium von einer stärkeren Konzentration auf politikwissenschaftliche Inhalte ausgehen. Du lernst während des Studiums, Merkmale einer Gesellschaft zu beschreiben und Fragen hinsichtlich des Bestandes einer sozialen Ordnung zu beantworten. Die gewonnenen Erkenntnisse, meist in Form qualitativer Merkmale, sind in zahlreichen gesellschaftlichen Bereichen von Nutzen.

Wodurch unterscheiden sich Sozialwissenschaften von anderen Wissenschaften?

Zentrale Themen der Sozialwissenschaften (Soziologie) sind soziales Handeln und Verhalten sowie soziale Strukturen. Gemeint ist damit ein Handeln, welches seinem Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und dessen Ablauf sich daran orientiert.

Wird das soziale Verhalten verschiedener Individuen miteinander verglichen, lassen sich daraus Gemeinsamkeiten und Unterschiede ableiten. Für Soziologen sind vor allem die Gemeinsamkeiten interessant. Erst durch die Orientierung an den typisierenden Verhaltensmustern und an sozialen Beziehungen wird aus der Soziologie tatsächlich eine Wissenschaft.

Anders als die Strukturen in Naturwissenschaften, zum Beispiel in Physik und Chemie, gelten Strukturen innerhalb von Gesellschaften als wenig beständig und räumlich begrenzt. Innerhalb dieser Strukturen lassen sich verschiedene Merkmale definieren. Dabei unterscheidet man Verteilungs- und Beziehungsstrukturen. Beide können in Raum und Zeit verortet werden. Diese Strukturen bedingen das soziale Handeln in einer Gesellschaft, andererseits werden durch soziales Handeln in der Gesellschaft institutionelle Strukturen verkörpert und reproduziert. Diese bedingen erneut soziales Handeln. Die Folgen des sozialen Handelns können erwünscht, aber auch nicht erwünscht sein. Sie können vorhersehbar oder nicht vorhersehbar sein.

Für wen eignet sich das Studium der Sozialwissenschaften?

Ein Studium der Sozialwissenschaften empfiehlt sich hauptsächlich für sozialpolitisch interessierte Abiturienten, die komplexen gesellschaftlichen Zusammenhängen auf dem Grund gehen möchten.

Grundvoraussetzung ist die Fähigkeit zum strategischen Denken und die Neigung, Dinge zu hinterfragen. Zielorientiertes Arbeiten ist unerlässlich. Alle, die vielseitig und gesellschaftspolitisch interessiert sind, können von diesem Studiengang profitieren.

Die Ausbildung umfasst verschiedene Disziplinen, die sich um die Frage drehen: „Wie werden innerhalb einer Gesellschaft Zusammenhänge erzeugt und was lässt sich daraus ableiten?“ Infolgedessen besteht eine enge Verbindung der Sozialwissenschaften zu Politikwissenschaften. Wenn du dieses Fach studierst, musst du dich mit quantitativer und qualitativer Methodik und Statistik befassen. Ein Interesse an Mathematik ist ebenfalls vorteilhaft. Du solltest die Fähigkeit zur Recherche und entsprechender Aufbereitung mitbringen sowie flexibel, schnell und gewissenhaft arbeiten können.

Spannende Beschäftigungsmöglichkeiten nach dem Studium

Die Berufsaussichten für Absolventen der Fachrichtung Sozialwissenschaften sind gut und vielschichtig. Im Gegensatz zur Werbe- und Kommunikationsbranche sprichst du im Beruf den Intellekt und nicht die Emotionen an. Aufgrund der erworbenen Kenntnisse in Ethnologie, Politologie und Soziologie kannst du sowohl in der Verwaltung als auch in der Wirtschaft tätig werden.

Ob Berater in der Politik oder in einer kirchlichen Organisation, die Bandbreite ist sehr groß. Schon deshalb ist es sehr wichtig, dass Du eine für dich geeignete Kombination an Nebenfächern wählst. Diese bestimmt letztendlich auch deinen beruflichen Schwerpunkt.

Berufsfelder für Sozialwissenschaftler/-innen

Das Wachstumsfeld Sozialwissenschaften wird von Internationalisierung und Technisierung bestimmt, sodass gute Fremdsprachenkenntnisse unumgänglich sind. Du kannst als wissenschaftlicher Mitarbeiter oder Lehrkraft in Forschung und Lehre, aber auch außerhalb der Forschung arbeiten.

Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Entwicklung von Lösungsstrategien und Konzepten für die Praxis, zum Beispiel in der Fort- und Weiterbildung. Du schulst Mitarbeiter oder berätst Kunden nach Durchführung eines Forschungsauftrages.

Feste und freie Mitarbeiter werden auch in der Markt- und Meinungsforschung gesucht. Hier musst du häufig Expertisen anfertigen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Organisation von Workshops, Seminaren und Veranstaltungen. In allen Bereichen ist es deine Aufgabe, den Dialog zwischen externen und internen Personengruppen zu fördern.

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