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Literaturwissenschaften

Die Literaturwissenschaft ist ein weites Feld verschiedener geisteswissenschaftlicher Teildisziplinen, die unterschiedliche narrative Medien als Forschungsgegenstände heranziehen. Klassische Literaturwissenschaft ist die Theorie rund um das geschriebene Wort, in der modernen Forschung sind aber auch Medien wie Filme, Serien, Theater und Games zur Interpretation zentrale Gegenstände. Wie Literaturwissenschaft in der Praxis aussieht, welche Hürden im Studium auf dich warten und wie die Berufschancen für Literaturwissenschaftler aussehen, haben wir in einer Übersicht zusammengefasst.

Was ist eigentlich Literaturwissenschaft?

Wenn das geschriebene oder gesprochene Wort neben einem informellen Zweck auch ein künstlerisches Ziel verfolgt, nennt man das Poesie. Ähnliches gilt für Berichte – wird nicht journalistisch über etwas Tatsächliches berichtet, sondern eine Geschichte von etwas (in der erzählten Welt) Möglichem erzählt, ist das eine Narration. Die Literaturwissenschaft befasst sich mit allem rund um die Produktion und die Rezeption von Poesie und Narration und bedeutet das hintergründige Verstehen dieser Prozesse. Grundsätzlich lässt sich das Feld in allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft unterteilen.

Vergleichende Literaturwissenschaft (Komparatistik)

Die vergleichende Literaturwissenschaft oder Komparatistik betrachtet Narrationen im Vergleich und untersucht beispielsweise Epochen, Genres und Erzählstrukturen. Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen verschiedenen Texten werden in der Komparatistik ausgearbeitet und zu Theorien erweitert. Als Literaturwissenschaftler in der Komparatistik wirst du zum Experten für Felder wie Romanistik, Germanistik oder Anglistik – ganz deinen Interessen und literarischen Vorlieben entsprechend.

Allgemeine Literaturwissenschaft

Die allgemeine Literaturwissenschaft ist deutlich philosophischer angelegt und dreht sich um die Theorie hinter der Produktion und der Rezeption von narrativen Medien. Schaffens- und Verstehensprozesse werden theoretisch beleuchtet und Begrifflichkeiten für diese Phänomene gefunden. Themenfelder wie Rhetorik und Hermeneutik gehören zu den Grundelementen der Theorie. Die allgemeine Literaturwissenschaft dient also als Grundlage für die Komparatistik, die direkt am Text oder Film arbeitet. In der allgemeinen Literaturwissenschaft beschäftigst du dich mit innovativen Fragen und kannst interdisziplinär arbeiten.

Literaturwissenschaft und andere Wissenschaften

Wie bereits angedeutet sind die interdisziplinären Forschungsmöglichkeiten für Literaturwissenschaftler fast grenzenlos – Texte können unter verschiedenen Paradigmen betrachtet werden und so neue wissenschaftliche Schlüsse zulassen. Theorien aus der Psychologie, der Linguistik oder aus Geschichtswissenschaften werden meist für die literaturwissenschaftliche Analyse von Narrationen und narrativen Medien herangezogen, modernere Theorien befassen sich außerdem mit literaturwissenschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit soziologischen und sogar neurobiologischen Fakten und Theorien.

Welche Studienmöglichkeiten gibt es?

In der Ausbildung wird besonders viel Wert auf die Spezifikation gelegt – die meisten Universitäten bieten Literaturwissenschaft nicht in vollem Umfang an, sondern stellen interdisziplinäre Fächer wie Anglistik, Filmtheorie und Romanistik. Schon im Grundstudium solltest du deine Interessen finden und dich auf bestimmte Felder der Literaturwissenschaft konzentrieren. Es ist unmöglich, den gesamten Kanon an Primär- und Sekundärliteratur einer Disziplin zu kennen, deshalb macht es Sinn, sich in bestimmte Epochen, Strömungen oder Genres umfangreich einzulesen und andere eher oberflächlich zu behandeln. Studienmodelle sind darauf ausgerichtet, dein Wissen immer weiter zu spezifizieren – das kann Vor- und Nachteile bei der späteren Jobsuche mit sich bringen, erlaubt aber in jedem Fall eines: Du kannst deinen persönlichen Interessen vielfältig nachgehen und dich mit Werken befassen, die dich wirklich interessieren.

Wie sieht das Studium der Literaturwissenschaft aus?

Eine der größten Hürden im Studium ist die große Menge an zu lesender Primär- und Sekundärliteratur. Im Bachelorstudium wird sichergestellt, dass ein umfassendes Grundwissen zur sogenannten Weltliteratur und den grundsätzlichen theoretischen Begriffen vorhanden ist. Auch Bücherwürmer kommen bei 40-80 Seiten Pflichtlektüre pro Tag schnell in Verzug. Der Stoff wird nur wenig in Prüfungen abgefragt – literaturwissenschaftliche Seminare finden meist im Diskurs statt. Leistungen und Punkte holst du üblicherweise durch Referate und Hausarbeiten ein. Welche Seminare die richtigen für dich sind, erkennst du leicht an den Werken, die im Lehrplan angegeben werden. Weil auch Dozenten ihre eigenen Vorlieben für bestimmte Medien, Autoren, Regisseure und Epochen haben, kann das Angebot von Uni zu Uni und von Semester zu Semester thematisch stark variieren. Neben der weitreichenden Kenntnis von Werken, Strömungen und Theorien bringt dir vorallem innovatives Denken und Kreativität einige Vorteile im Studium. Wenn du interessante Thesen entickeln und diese mit gut durchdachten Argumenten untermauern kannst, ist das Studienfach trotz des großen Arbeitsaufwandes schaffbar.

Zukunftsmusik

Besonders interessant für moderne Literaturwissenschaftler sind „neue“ Medien wie Filme und Games. Neben literarischen Adaptionen erlauben die audiovisuellen Medien ganz neue Formen des Storytellings und somit auch neue Theorieansätze. Bis vor wenigen Jahrzehnten galt die Textanalyse als Königsdisziplin der Literaturwissenschaft, sodass andere Medien und vorallem narrative Werke aus der Gaming-Branche in der Forschung eher vernachlässigt behandelt wurden. Am Beispiel von Gaming lässt sich veranschaulichen, wie der Fortschritt der Medien den Bedarf an entsprechenden Theorien ausmacht rein mechanische Spiele wie Tetris wurden durch einfache Narrationen ersetzt und immer komplexer gestaltet. Der Rezipient ist nicht nur Zuschauer, sondern wird durch einen Avatar selbst Teil der Erzählung. Entwicklungen wie diese eröffnen Literaturwissenschaftlern zahllose neue Theorieansätze – sowohl in der Komparatistik als auch in der allgemeinen Literaturwissenschaft.

Berufliche Chancen

Literaturwissenschaft steht genau wie die Literatur selbst in Verruf, „brotlos“ zu sein, also wenig Mehrwert auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Das stimmt nur, wenn du auf dem klassischen Wege in die Arbeitswelt einsteigen möchtest, also per Bewerbung nach einem Grundstudium. Empfehlenswert ist es, schon während des Studiums entsprechend deiner Interessen nach Kontakten und Möglichkeiten zu suchen – Praktika und selbstinitiierte literarische Projekte sind hier Beispiele. Gleiches gilt, wenn du eine Karriere in der Forschung anstrebst.

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