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Geisteswissenschaften

Ein geisteswissenschaftliches Studium ist vielseitig und abwechslungsreich. Du lernst viele verschiedene Sichtweisen auf Welt und Wissenschaften kennen. Außerdem verbesserst du deine rhetorischen Fähigkeiten vor Publikum und lernst, überzeugend zu argumentieren.

Was ist eine Geisteswissenschaft?

Eine genaue Definition für Geisteswissenschaften gibt es trotz häufiger Versuche nicht. Der Schnittpunkt aller Geisteswissenschaften ist sicherlich die Kultur. Geisteswissenschaften rekapitulieren die geistigen und kulturellen Leistungen der Menschheitsgeschichte, ordnen, interpretieren und periodisieren sie, suchen nach Parallelen zur Moderne und ziehen Rückschlüsse aus vergangenen Zuständen auf künftige Entwicklungen.

Ein Überblick über die verschiedenen Geisteswissenschaften:

  • Geschichte
  • Germanistik
  • Anglistik *
  • Linguistik
  • Klassische Philologie
  • Kulturwissenschaften
  • Philosophie
  • Katholische Theologie und Islamwissenschaften
  • Kunstgeschichte
  • Musikwissenschaften

* dazu gehören natürlich auch weitere Sprach- und Kulturstudiengänge wie Romanistik, Slavistik, Orientalistik, Sinologie oder Arabistik.

Wer studiert Geisteswissenschaften und wie?

In geisteswissenschaftlichen Studiengängen ist die Atmosphäre im Vergleich zu anderen Studiengängen (bspw. Wirtschaftswissenschaften) etwas entspannter. Es geht weniger um Noten als um Erkenntnisse. Du tauschst dich mit anderen Interessierten über verschiedene Forschungsfelder aus und lernst, deinen Standpunkt durch kritisches Hinterfragen zu festigen und gekonnt darzulegen.

Es gibt natürlich nicht den einen pauschalen Geisteswissenschaftler, doch im Gros sind die Kommilitonen in den Geisteswissenschaften an dem Lernstoff interessiert und gerne bereit, mit dir über Dinge zu diskutieren, die dich beschäftigen. Eine Ellbogenmentalität, wie man sie vielleicht aus den Wirtschaftswissenschaften oder Jura kennt, gibt es nur sehr selten.

Die etwas entschleunigte Stimmung in den Geisteswissenschaften vereinfacht den Studienalltag und hemmt den Stressfaktor. Dies ist eine gute Grundlage für eine befreite Beschäftigung mit der Materie. Natürlich musst du dich in den Geisteswissenschaften genauso wie in jedem anderen Studienfach an Fristen halten und gewissenhaft arbeiten, um Erfolg zu haben. Dabei wirst du jedoch in den meisten Fällen keinen großen Druck verspüren und kannst dich ungezwungen auf das fokussieren, was dich beschäftigt.

Perspektiven als Geisteswissenschaftler

Es gibt nicht das eine Berufsfeld für Geisteswissenschaftler. Vielmehr sind die Stellen für Geisteswissenschaftler weniger vorgefertigt als für Absolventen anderer Studiengänge. Grob (und sehr vereinfacht) gesagt: Wer Jura studiert, wird Richter oder Anwalt. Wer BWL studiert, spezialisiert sich auf eine Planstelle in einem Unternehmen. Wer Architektur studiert, wird Architekt. Geisteswissenschaftler haben es gleichermaßen schwerer und leichter. Ihnen steht potenziell ein viel größerer Markt zur Verfügung. Dieser ist aber uneinheitlich und unübersichtlich, wodurch er leider viele Interessenten verschreckt. Wer eine Geisteswissenschaft studiert hat, kann überall hineinrutschen oder einige Probleme bei der Jobsuche haben. Das kommt auf auf die individuelle Herangehensweise und auch auf eine Portion Glück an.

Vielversprechende Berufsfelder für Geisteswissenschaftler finden sich vor allem im Bereich Medien. Geisteswissenschaftler mit abgeschlossenem Hochschulstudium landen nicht selten in den Bereichen Fernsehen, Redaktion, Journalismus oder Film. Des Weiteren eignet sich ein geisteswissenschaftliches Studium als Nährboden, auf dem eine künstlerische Karriere wachsen kann.

Wer viele Sprachen spricht und ein exzellentes Studium absolviert hat, kann sich auf einen Job in der Diplomatie bewerben. Der Beruf des Diplomaten, vor allem des Botschafters, erfordert jedoch eine beschwerliche Weiterbildung und ausgezeichnete Kompetenzen. Multilingualität eröffnet überdies die Möglichkeit einer Dolmetschertätigkeit.

Selbstverständlich steht es jedem angehenden Geisteswissenschaftler bei entsprechendem Erfolg frei, in die Forschung zu gehen, zu promovieren und sich zu habilitieren. Geisteswissenschaftler können z.B. über die Professur einen Beamtenstatus erlangen, ohne einen Lehramtsstudiengang abgeschlossen zu haben. Die Arbeit in der Forschung gilt jedoch (zumindest zu Beginn) als mittelmäßig bezahlt und anstrengend.

Was lernt ein Geisteswissenschaftler?

Geisteswissenschaftler erlangen in ihren jeweiligen Studienfächern einen breiten Fundus an Allgemeinwissen und wissenschaftlichen Arbeitsmethoden. Mehr als alle anderen Studienrichtungen sind die Geisteswissenschaften interdisziplinär ausgerichtet, sodass Studierende lernen, über den Tellerrand zu blicken und sich in die verschiedensten Themengebiete einzudenken.

In Fächern wie Geschichte, Philosophie, Germanistik oder Religionswissenschaften werden vor allem grundlegende Erkenntnisse der abendländischen Kultur- und Zivilisationsgeschichte vermittelt und im aktuellen Rahmen kritisch diskutiert. Andere Geisteswissenschaften haben regionalen Charakter, so die Sinologie, die Japanologie oder die Slavistik. Neben sprachlichen Grundlagen erfahren die Studierenden auch etwas über die Historie, die Eigenheiten und die Kultur des Landes oder der Region.

Das breite Wissensangebot befähigt Geisteswissenschaftler zur Vernetzung von Wissensinhalten und lohnt sich auch für das Leben abseits des Studiums. Die Erkenntnisse aus dem Studium helfen, die derzeitige Welt zu verstehen und sich in den Besonderheiten der Moderne zurechtzufinden.

Fazit

Ein geisteswissenschaftliches Studium richtet sich an Menschen, die Spaß daran haben, sich mit mannigfaltigen Sichtweisen, Interpretationen und Einstellungen auseinanderzusetzen und dabei das große Ganze im Auge zu behalten. Ein besonderes Gut geisteswissenschaftlicher Studiengänge ist der hohe Grad an Interdisziplinarität. Jede Fachrichtung vermittelt automatisch rudimentäre bis fortgeschrittene Einsichten in die Wissenschaftswelt und Wissensbestände der anderen Geisteswissenschaften.

Für Karrieristen und Menschen, die lieber auf Sicherheit setzen, ist ein geisteswissenschaftlicher Studiengang dagegen eine Herausforderung. Erfolg ist nicht garantiert und gute Stellen warten nicht an jeder Ecke. Wer sich für ein geisteswissenschaftliches Studium interessiert, dabei aber Wert auf Sicherheit legt, kann in ein Lehramtsstudium hineinschnuppern. Das Lehramtsstudium verbindet die Flexibilität des geisteswissenschaftlichen Studiums mit einer größeren beruflichen Sicherheit.

Wenn du dich gerne in komplexe Gedankengänge hineinarbeitest, Interesse mitbringst für ein Verständnis der Welt und dich für kulturelle Fragestellungen und Erkenntnisse begeisterst, wirst du an einem geisteswissenschaftlichen Studiengang Freude haben.

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