Studenten gibt es in jeder Form: Den Vollbärtigen, im Sommer Wollmütze tragenden Philosophie-Hipster-Student, den 40-jährigem Dauerstudent der es irgendwie nie bis zum Ende schafft, die super motivierten Erstsemester. Aber immer häufiger trifft man einen ganz anderen Typus von Student. Ausgelaugt und energielos, müde und ohne Antrieb. Kaputte Studenten.

Es ist kein Wunder, dass sich deren Anzahl auf dem Campus rapide erhöht. Ein Studium ist längst nicht mehr so lässig wie früher. Es gilt möglichst viele Kurse zu besuchen, Punkte zu sammeln, Praktika zu machen und um jeden Preis besser als die Kommilitonen zu sein. Denn nur die Besten bekommen am Ende den Job, für den sie all die Jahre geackert haben. Besonders in den Geisteswissenschaften haben die Studenten von heute es schwer. Geschichte ist nun mal Geschichte. Der Fokus liegt auf der Zukunft. Gut für Studenten der Naturwissenschaften. Wer bei Big Bang Theory immer dachte: „Hey ich bin genau wie die!“, der hat jetzt Glück.

Das liebe Geld

Doch auch unsere modernen Albert Einsteins bekommen unter Umständen Schwierigkeiten. Der Semsterbeitrag, das Zimmer, Lebensmittel. Das Geld fehlt bei vielen Studenten an jeder Ecke. Wenn du nicht gerade in einem Wohnwagen aufgewachsen bist oder dir existenzielle Gliedmaßen fehlen wird es mit Stipendien schon mal schwer. Manch einer mag jetzt sagen:

„Aber es gibt doch so viele Stipendien!“ Klar. Aber die meisten wollen nun mal besondere Umstände, politisches Engagement oder dass man behinderten Welpen im Krisengebiet das Lesen beibringt. Entschuldigt, liebe Förderer, aber Studenten sind nicht Clark Kent.

Bleibt noch Bafög aber für Kinder von arbeitenden Eltern springt da meist auch nicht wirklich viel bei raus. Logische Schlussfolgerung: Ein Job muss her!

Die Arbeit ruft

Studenten putzen, sitzen beim Supermarkt an der Kasse, geben Nachhilfe, Babysitten, räumen Hotelzimmer auf, Kellnern und sortieren Akten. Immer mit dem Buch in der Hand, denn gelernt werden muss natürlich auch noch. Aus Party machen, wie es sich für den Klischee Studenten ja so gehört, wird dann ganz schnell früh ins Bett gehen. Aber nur keine Müdigkeit vortäuschen, denn es gibt immer auch die Studenten, die all das ganz easy wegstecken. Die wollen natürlich feiern gehen. Also zwängt man sich in die beste Jeans und macht den Club unsicher. Immer mit dabei: Das schlechte Gewissen. Denn eigentlich wartet noch eine halbfertige Hausarbeit daheim auf dem Schreibtisch.

Finger weg vom Studium?

Bloß nicht! Wenn du das hier gelesen hast und dir jetzt denkst, warum das alles, dann kommt hier die Antwort: Am Ende ist die Studienzeit trotzdem die beste Zeit des Lebens. Nirgendwo sonst trifft man so viele verschiedene Leute, lernt so viele verschiedene Dinge und erlebt so viele verschiedene verrückte Geschichten. Der Trick, um nicht durchzudrehen, ist eigentlich ganz einfach. Nimm dir Zeit. Ein Semester mehr oder weniger ist all den Stress nicht wert und auch für Geldsorgen findet sich immer eine Lösung.

Genieße dein Studium, lehn dich auch mal zurück und besuch die ein oder andere Studentenparty. Es lohnt sich garantiert!