Wie das richtige Zeitmanagement beim erfolgreichen Studieren hilft

Ein Begriff, den du während deines Studiums wohl häufiger hören wirst, ist der Begriff „Zeitmanagement“. So gilt es als erwiesen, dass ein gutes Zeitmanagement hilfreich für einen erfolgreichen Abschluss des Studiums ist. Zeitmanagement klingt einfach, ist aber ohne Erfahrungen oder Tipps nicht immer einfach in den Alltag zu integrieren. Teilweise werden ganze Seminarreihen zu diesem Thema angeboten, die zumindest bei privaten Weiterbildungseinrichtungen ordentlich ins Geld gehen können. Natürlich ist ein teures mehrtägiges Seminar zum Thema „Zeitmanagement“ höchstwahrscheinlich hilfreich, nötig ist ein solcher Umfang aber oft nicht. So hast du vielleicht schon in deinem Unterbewusstsein gewisse Abläufe verankert, die für ein gutes Zeitmanagement wichtig sind. Diese musst du dir lediglich bewusst machen.

Doch auch wenn du bisher deine Zeit weniger effektiv gemanagt hast, reicht es häufig etwas selbstkritisch zu sein. Die Grundlagen des Zeitmanagements sind simpel. Lediglich die konsequente Umsetzung erfordert etwas Fleiß. Mit ein wenig Durchhaltevermögen wird das Zeitmanagement jedoch nach wenigen Wochen zur Routine und erleichtert dir dein Studium erheblich. Außerdem gibt es viele einfache Zeitmanagementstrategien, die den unterschiedlichen Vorlieben Studierender gerecht werden. Darauf gehen wir nachfolgend detaillierter ein.

Die Basics eines guten Zeitmanagements

Grundlage eines guten Zeitmanagements sind ein gut geführter Kalender, den du bei Bedarf um Stundenpläne, Wochen- und/oder Monatspläne ergänzt. Dabei ist es egal, ob du einen Kalender klassisch selbst führst und pflegst, oder ob du digitale Kalenderfunktionen nutzt. Zwar ist ein digitaler Kalender einfacher zu führen, bevorzugst du jedoch einen klassischen analogen Kalender, so ist dies auch kein Problem. Beinhalten sollte dein Kalender/Zeitplan grundsätzlich folgende Informationen:

  • All deine Pflichttermine: Dies sind etwa Arbeitszeiten, Vorlesungen, Übungen, Seminartermine, Pflichtveranstaltungen beruflicher und privater Natur und natürlich wichtige Semestertermine und Anmeldefristen
  • Private (Pflicht-)Termine, Urlaube und andere wichtige Termine solltest du ebenfalls eintragen.

Ist dies erledigt, hast du nicht nur einen verlässlichen Kalender, sondern auch eine Übersicht, wie viel Zeit dir neben deinen Verpflichtungen für andere Dinge bleibt. Dazu gehören Lerneinheiten ebenso, wie Freizeitaktivitäten. Außerdem kannst du vorausschauend planen und bei Bedarf etwa Urlaub nehmen, wenn Klausuren anstehen.

Der Kalender als Grundlage für deinen eigenen Zeitplan

Abgesehen von unregelmäßigen Terminen, gibt dir dein Kalender den nötigen Input für Wochen-, Monats- oder Semesterpläne. Ob dein Zeitmanagement möglichst starr und konsequent erfolgt, oder flexibel gestaltet ist, ist von deinen Vorlieben abhängig. So lassen sich grob zwei Gruppen von Menschen identifizieren:

  • Manche lernen erfolgreicher, wenn feste Zeiten fürs Lernen definiert und konsequent eingehalten werden. Beruf, Studium und Freizeit lassen sich so klar voneinander trennen.
  • Andere lernen hingegen lieber dann, wenn es Ihnen passt – ohne die genauen Zeiten detailliert zu planen

Letztere Menschen sind jedoch oft geneigt, während eines Semesters nachlässiger zu sein und haben entsprechend in der Prüfungsphase weitaus mehr Stress. Um dies zu vermeiden, ist ein wenig Selbstkontrolle empfehlenswert. Wie diese gelingt, erklären wir dir im folgenden Abschnitt.

Flexibles Zeitmanagement: Führe Buch über deine Tätigkeit

Flexibles Zeitmanagement klingt häufig angenehmer, ist aber oft schwieriger zu bewerkstelligen. Lernst du also lieber dann, wenn dir danach ist, solltest du dich regelmäßig selbstkritisch kontrollieren. Plant also beispielsweise ein „starrer“ Zeitplaner von Montag bis Freitag zwei Stunden täglich ein und entspricht dieser Zeitaufwand den Anforderungen, so gelten für dich als flexibler Zeitmanager zehn Stunden pro Woche als Richtwert.

Wie genau dein Zeitmanagement im Detail aussieht ist zwar dir überlassen, allerdings solltest du protokollieren, ob du genügend Zeit aufwendest. Möglich ist dies beispielsweise, indem du dir in aller Kürze notierst, wann du wie lange gelernt hast. Am Ende der Woche ist dann ersichtlich, ob du genügend Zeit aufgewendet hast, oder ob du in Zukunft etwas konsequenter sein solltest.

Kleinigkeiten vs. Effizientes Zeitmanagement

Viele Studierende berichten, dass diverse Kleinigkeiten des Alltages ihr Zeitmanagement durcheinanderbringen. Es werden Listen angelegt, Dinge aufgeschoben und für Ablenkung gesorgt. To-Do-Listen sind beispielsweise eine nützliche Hilfe, enthalten aber häufig unwichtige Dinge, die dann von den wesentlichen Dingen ablenken. Hier hat sich eine empfehlenswerte Vorgehensweise des Zeitmanagements etabliert: Musst du zwischendurch bestimmte Dinge erledigen, so solltest du diese nicht grundsätzlich aufschreiben und verschieben, sondern dich fragen, wie viel Zeit diese benötigen. Kleinigkeiten, die im Alltag auftauchen, solltest du immer sofort erledigen, wenn die Erledigung nicht mehr als fünf Minuten erfordert. So verhinderst du, dass allein der Gedanke an viele Kleinigkeiten für zusätzlichen Stress sorgt und kannst dich auf die wirklich wichtigen Dinge fokussieren.