Dass ein Studium nach dem Abitur eine sehr gute Option ist, darüber sind sich die meisten Schulabgänger sehr wohl einig. Bei der Wahl des Studiengangs gehen dann die Meinungen sehr weit auseinander. Nicht so bei den eigentlichen Zielen: Das Studium soll mit sehr guten Job- und Gehaltsaussichten verbunden sein.

Was zuweilen sträflich unterschätzt wird, ist die Tatsache, dass der Job Freude machen muss, dazu gehört auch das gesamte Umfeld und die zukünftigen Arbeitskollegen. Nichts ist schlimmer, als sich täglich zu einem Arbeitsplatz quälen zu müssen, da die Arbeit nahezu den größten Teil unserer Lebenszeit ausmacht. Insofern sollte das erzielbare Einkommen nicht das alleinige Kriterium bei der Studienwahl sein, ansonsten müsste sich jeder naturwissenschaftlich orientierte junge Mensch auf die Karriereleiter eines Staranwalts zwingen.

Studium mit Zukunft

„Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik“, diese vier Fächer sind mit dem Akronym MINT gemeint und diese MINT-Fächer gehören zu den Spitzenreitern, wenn es um interessante und sehr gut bezahlte Arbeitsplätze geht. Um dich für eines dieser Fächer zu entscheiden, solltest du die persönliche Voraussetzung mitbringen, Mathematik, Physik und Informatik besonders zu mögen. Ansonsten solltest du den Fokus deiner Gedanken in eine ganz andere Richtung lenken, vorausgesetzt, du möchtest im Leben glücklich werden. Falls du mit MINT etwas anfangen kannst, solltest du bei der Studienberatung auf diese Fächer besonders achten:

  • Maschinenbau
  • Physik
  • Elektrotechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen

Wer in diesen Bereichen einen Berufsabschluss vorlegen kann, dem ist ein gut bezahlter Arbeitsplatz so gut wie sicher. Wer naturwissenschaftlich orientiert ist und zugleich gern die Welt bereist, nicht nur als Tourist, sondern gegebenenfalls monatelang im Ausland tätig sein möchte, ist gut beraten, einen tieferen Blick in die Geowissenschaften zu werfen.

Wirtschaftsingenieurwesen ist der Hammer

Eine schnelle Führungsposition als Manager kannst du haben, wenn du Wirtschaftsingenieurwesen studierst. Mit einem Einstiegsgehalt von circa 42.000 Euro pro Jahr ist der Bachelor wahrlich nicht schlecht bedient. Der Master dieses Fachs startet sogleich mit mehr als 50.000 Euro durch. Einfach ist das Studium aber nicht. Den Wirtschaftsanteil kriegen die meisten recht problemlos hin, aber die Mathematik und Physik, die hier mit dem Ingenieurteil verknüpft sind, setzen eine ganze Menge Hirnschmalz voraus.

Wirtschaftsingenieurwesen ist übrigens noch ein relativ neuer Studiengang in Deutschland. Erst mit dem Jahrtausendwechsel eroberte er so richtig die Universitätsstädte. Wahrscheinlich steckt nur eine folgerichtige Entwicklung dahinter, weil die großen Wirtschaftsbosse immer weniger von Wissenschaft und Technik verstanden. Daher war und ist ein Bindeglied nötig, um wichtige divergierende Zweige wieder zusammen zu biegen, und genau du sollst das machen.

Der Umwelt zuliebe: Environmental and Resource Management

Der Klimawandel hat viele Menschen für die Belange unserer Umwelt sensibilisiert. Während sich früher wirtschaftlicher Gewinn und Umweltschutz diametral und feindlich gegenüberstanden, wird heute immer klarer, dass mit Umweltschutz Arbeitsplätze geschaffen und Geld verdient werden können. Vor diesem Hintergrund hat sich der Studiengang „Environmental and Resource Management“ in einigen technischen Universitäten, so zum Beispiel an der TU Cottbus, gut etabliert. Andernorts studiert man Ähnliches unter den Bezeichnungen „Environmental Engineering“ oder „Sustainable Resource Management“.

Was du dafür brauchst, sind ebenfalls viel technisches und naturwissenschaftliches Verständnis sowie sehr gute Englischkenntnisse oder zumindest den festen Willen, diese Sprache in ihrer ganzen Tiefe zu erlernen. Ein Auslandssemester, möglichst in den USA, gehört hier zum Pflichtprogramm. Die Einstiegsgehälter variieren in diesem Bereich ziemlich stark, ganz abhängig vom Arbeitgeber, der eher in der freien Wirtschaft zu suchen ist. Ein Bachelor-Absolvent darf hier von ungefähr 38.000 Euro pro Jahr ausgehen.