So schön ist das Studentenleben, hieß es früher, aber stimmt das auch heute noch in jedem Detail? Die Anforderungen an die Studenten sind ganz bestimmt gewachsen, was sicherlich mit dem gesellschaftlichen Wandel und nicht zuletzt mit der Digitalisierung zu tun haben mag. Damit die Angst vor dem Versagen eben nicht die schönste Zeit des Lebens verhagelt, braucht es Gegengewichte, sowohl auf der mentalen als auch auf der körperlichen Ebene. Was da schon immer geholfen hat, sind die beiden „Kommilitonen“ Humor und Tanz. Wer es nicht glaubt, schaut sich bitte die folgenden Beispiele an.

Mit Humor und Tanz durchs Studentenleben

Wer zu spät kommt, den bestraft der Professor. Aber es kann ja mal passieren wie zum Beispiel dem US-Studenten Brandon Goderich, der sich für amerikanische Literatur eingeschrieben hatte. Sein Dozent meinte zu wissen, dass nur peinliche Strafen wirksame Strafen sind. Daher sollte Brandon etwas vortanzen.

Natürlich konnten seine Mitstudenten die Finger nicht vom Smartphone lassen. Brandons Tänzchen zu „Stick It and Roll It“ von DJ Chipman mauserte sich umgehend zum viralen Hit auf Twitter. Seine gelassene Darbietung wurde fast acht Millionen Mal angesehen und bekam 435.000 Faves. Brandons Bestrafung entpuppte sich überraschend als Belohnung. Allerdings war Goderich nicht ganz unvorbereitet, wie er später zugab. Als notorischer „Zuspätkommer“ hatte er sein iPod und den Bluetooth Lautsprecher lieber gleich dabei.

https://www.huffingtonpost.de/entry/zuspatkommer-tanzt_de_5abced2ae4b03e2a5c7a0e92

Führungskräfte gesucht

Humor und viel Bewegung tragen in der Tat viel dazu bei, den Alltagsstress gut zu bewältigen. Da nimmt es nicht Wunder, dass so viele Studenten die vielseitigen und meistens kostenlosen Sportangebote an den Universitäten nutzen. Aber wo bleibt da das Lachen?

Keine Frage, beides lässt sich doch auf wunderbare Weise vereinen. Wie? Natürlich mit Rock ’n‘ Roll. Er stammt aus den USA und beinhaltet beliebig viele akrobatische Elemente mit ebenfalls beliebigen Schwierigkeitsgraden. Allein die Musik treibt einem schon das Grinsen ins Gesicht.

Früher galt Rock ’n‘ Roll als „rebellisches und schmutziges Teufelszeug“, was das gesteigerte Interesse daran nur noch weiter antrieb. Rock ’n‘ Roll ist zugleich Tanz-, Konditions- und Koordinationstraining. Dass diese moderne sportliche Variante des Tanzes immer wieder für Begeisterung sorgt, zeigen deutlich die Aufführungen der „Rockabuddies“, das ist eine studentische Rock ’n‘ Roll Gruppe, die inzwischen zu einem festen Bestandteil der Sport- und Tanzkurse des Hochschulsports der Universität Hannover geworden ist und bei jedem Hochschulsport-Sommerfest viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Die erfahrenen Trainer Anna und Jan-Willem Neumann sind selbst ein gutes Beispiel dafür, dass das Tanzen Menschen eng binden kann, denn inzwischen hat das Tanzpaar ganz konsequent den Bund fürs Leben geschlossen. Bei ihnen trainieren übrigens nicht nur Erstsemester, sondern auch die „alten Hasen“, die bereits in Lohn und Brot stehen, machen hier eifrig immer weiter. Dass tanzende junge Männer mit guten Manieren in der Damenwelt mit sehr guten Chancen gesegnet sind, ist eine alte Weisheit. Was aber in diesen modernen Zeiten für einen jungen Mann geradezu eine unbezahlbare Erfahrung darstellt, ist die Tatsache, dass er bei diesem Sport ausnahmsweise mal die Dame fest anfassen und führen darf, nein, traditionell sogar führen muss.

http://rocknroll-hannover.de/index.php/auftritte