Es ist ein großer Vorteil, dass man sich heute nicht mehr entscheiden muss, ob es ein Studium oder eine Ausbildung sein soll. Spätestens nachdem die meisten Bundesländer ein Abitur nach der 12. Klasse erlauben und die allgemeine Schwierigkeit für das Abitur in den letzten Jahren zu gesunken sein scheint, entscheiden sich die meisten Schulabgänger für den Weg an die Universität. Während das auf den ersten Blick aufgrund potentieller Möglichkeiten für die Zukunft sinnvoll ist, stellt sich doch die berechtigte Frage, was für einen selbst die richtige Wahl ist. Immerhin gibt es auch noch die Ausbildung. Außerdem steht das duale Studium zur Verfügung. Was ist die richtige Wahl? 

Die Vorteile der unterschiedlichen Ausbildungsoptionen 

Es ist ein typisches Klischee, dass es die meisten Eltern dazu treibt, ihre Kinder in die Richtung eines Studiums zu bewegen. Ganz im Gegenteil, viele von ihnen wären froh darüber, wenn der Nachwuchs möglichst früh auf eigenen Beinen steht. Immerhin ist heute immer häufiger zu hören, dass die Absolventen einer Universität Schwierigkeiten haben, nach ihrem BAchelor oder Master in eine bezahlte Tätigkeit zu kommen und dem Kreislauf der ewigen Praktika zu entkommen. Die Ausbildung wird daher in den vergangenen Jahren wieder beliebter, bietet sie nicht nur eine „ehrliche“ Grundlage für die Arbeit, sondern auch eine gewisse berufliche Sicherheit in den Wachstumsmärkten. 

Auf der anderen Seite lohnt das Studium noch immer aufgrund der mitunter hohen Einstiegshürden in beliebten Branchen und bei ebenso begehrten Berufen. „Ein abgeschlossenes Studium in x“ ist eine beliebte Phrase, die in vielen Stellenanzeigen zu finden ist. Angesichts der hohen Zahl an Studenten seit dem Ende des G9 ist es für die Unternehmen kein Problem, schon bei der Einstiegsqualifikation Studium zu filtern. Gerade im Marketing, im Vertrieb und bei anderen Management Berufen kann das Studium zudem vom ersten Tag an die Aufstiegschancen im eigenen Beruf deutlich erhöhen. 

Es gibt einen Kompromiss zwischen diesen beiden Optionen: das duale Studium. Eine Verbindung aus praktischer Ausbildung im Betrieb und theoretischer Finesse im Studium sorgt für interessante Möglichkeiten und für eine langfristige Bindung an Tätigkeiten und Arbeitgeber. Das Problem ist, dass noch nicht viele Firmen diese Form der Ausbildung anbieten und entsprechende Stellen daher begehrt und umkämpft sind. Aber was ist denn nun eigentlich die richtige Wahl? Gibt es so etwas überhaupt? 

Nach eigenen Interessen und Fähigkeiten entscheiden 

Nach 12 Jahren Schule ist nicht jeder dafür gemacht, noch einmal drei bis sechs Jahr an einer Universität zu verbringen. Viele wollen eigenes Geld verdienen und endlich mit ihren Händen arbeiten. Wer klar weiß, in welche Richtung es im eigenen Berufsleben gehen soll, ist vielleicht mit einer Ausbildung besser beraten. Schließlich kann man nach dem Ende immer noch ein Studium verwirklichen. Wer noch nicht weiß, in welche Richtung es gehen soll und ein wenig orientierungslos ist, ist dafür in der Regel mit einem Studium besser dran. Hier gibt es viele Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten und Interessen noch einmal zu eruieren. 

Eine umfassende Beratung in der Arbeitsagentur oder ein Bewerbungsverfahren bei einem Unternehmen sind hilfreiche Möglichkeiten, die eigenen Interessen auf der Suche nach der richtigen Wahl genauer zu bestimmen.