Für Sprachliebhaber, abenteuerlustige Freigeister sowie kontaktfreudige Unikate ist ein Semester im Ausland das Beste, was einem während der Gesamtzeit des Studiums passieren kann. Doch was genau macht den Reiz eines Auslandssemesters aus? Ist es nicht verdammt kompliziert, das ohnehin schon große Lernpensum in einer anderen Sprache und ungewohntem Umfeld bewältigen zu müssen?

Neue Freundschaften, fremde Kulturen und außergewöhnliche Erlebnisse

In erster Linie warten neue Freundschaften, außergewöhnliche Erlebnisse und die Chance, Land und Leute kennenzulernen. Eine gewisse Freiheit mischt sich hinzu – es gibt niemanden, der einen kennt, für Taten verurteilt oder im Zaum hält. Meistens kommt man als anderer Mensch zurück – die persönliche Weiterentwicklung funktioniert nirgendwo sonst so gut wie im Ausland, wo man zunächst auf sich allein gestellt ist. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass das Auslandsemester meist sehr viel Geld kostet und man daher gezwungen ist, statt ein Ein-Zimmer-Appartment zu bewohnen in eine WG zu ziehen. Für Studenten, die bis dato noch nie in einer Wohngemeinschaft gelebt haben, kann dies eine interessante Erfahrung sein. Sie müssen lernen, sich das Bad mit anderen Menschen zu teilen, auf Mitbewohner Rücksicht zu nehmen und nur das Nötigste einzukaufen, da der Kühlschrank nicht mehr ihnen allein gehört. Eine WG ist dabei die sicherste Möglichkeit, Anschluss zu finden. Denn niemand möchte sein Auslandssemester ohne soziale Kontakte oder Menschen verbringen, mit denen die Erlebnisse geteilt werden können.

Die meisten Kurse für ausländische Studenten werden entweder in Englisch oder in der Landessprache abgehalten. In beiden Fällen tragen sie dazu bei, dass das Sprachniveau nach dem Aufenthalt um einiges besser ist und man in Zukunft Sprachprüfungen mühelos besteht.

Rooftop Partys in New York

Neben vielen organisatorischen Herausforderungen des Alltags besteht die größte Herausforderung während dem Studieren im Ausland darin, nicht den Fokus auf das Studium zu verlieren – denn es warten viele, tolle Möglichkeiten, wie die Freizeit verbracht werden kann, so dass man Gefahr läuft, das Lernen zu vernachlässigen. Einen Trip zum Eiffelturm? Rooftop Partys in New York City? Londons Nachtleben unsicher machen? Egal, wohin es einen verschlägt: Das Abenteuer lockt an allen Ecken und Enden. Wer das Glück hat, beim Lernen keine Probleme zu haben und über ein bisschen übriges Taschengeld verfügt, sollte die Chance auf jeden Fall nutzen und ein wenig das Land bereisen, in dem das Auslandssemester stattfindet. Mit Zug und Mietwagen lassen sich die Kosten sogar im Rahmen halten.

Das wahre Geheimnis des Zaubers eines Auslandssemesters liegt in der Kombination aus fremder Kultur, dem Hauch von Abenteuer und diesem unvergleichlichen, berauschenden Freiheitsgefühl, welches es kostenlos mit dazu gibt – und man sein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen wird. Es ist ein bisschen wie ein zweites Leben, das man für einen festgelegten Zeitraum geschenkt bekommt.