Bachelorstudium in Paris, Auslandssemester in New York oder ein Sprachkurs in Chile – das Angebot für Studenten mit Fernweh ist vielfältig. Hier findest du Orientierungshilfen für dein Abenteuer Auslandsstudium.
Was solltest du bedenken?

Europa, USA oder Südamerika – die verschiedenen Länder der Welt unterscheiden sich stark hinschlicht Kultur, Hochschulsystem, Studiengebühren und Lebenshaltungskosten. Deshalb solltest du dich vorab unbedingt über die Situation in deinem Zielort informieren.

Ebenso wichtig ist die Wahl der Hochschule. Faktoren wie Hochschulart, Studienfachangebot und Höhe der Studiengebühren spielen eine wichtige Rolle. Erfahrungsberichte von anderen Studenten sind besonders hilfreich, da sie „aus erster Hand“ kommen. 

Stehen Zielort und Hochschule fest, musst du dich entscheiden: Teilstudium, zum Beispiel in Form eines Auslandssemesters oder einer Summer Session? Oder doch „das volle Programm“ mit Bachelor- bzw. Masterabschluss und Promotion? Außerdem solltest du dir Gedanken dazu machen, ob du das Auslandsstudium allein antrittst oder mit einer passenden Organisation, zum Beispiel einer privaten Einrichtung oder dem Austauschprogramm deiner Heimathochschule.

Gründe für ein Studium im Ausland

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon“. Auch heute haben Aurelius weise Worte nicht an Bedeutung und Relevanz verloren. Im Folgenden findest du die wichtigsten Gründe für ein Studium im Ausland:

Kultureller Austausch: Im Gegensatz zu einem kurzen Urlaub lernst du während des Studentenlebens Land und Leute authentisch kennen. 
Persönlichkeitsentwicklung: Wenn du dich für ein Studium um Ausland entscheidest, verlässt du nicht nur deine Heimat, sondern auch deine Komfortzone. Plötzlich gibt es kein gewohntes Umfeld, keinen gewohnten Alltag mehr – belohnt wirst du mit einem erweiterten Horizont und einer gereiften Persönlichkeit.

Sprachkenntnisse verbessern: Du wirst täglich mit Muttersprachlern kommunizieren müssen – so verbessert sich deine Sprachkenntnis „en passant“.

Soft Skills: Anpassungsfähigkeit, Selbstständigkeit, Flexibilität, Toleranz und interkulturelle Kompetenz – das klingt nicht nur gut, sondern wird auch deinen zukünftigen Arbeitgeber beeindrucken.

NC-Hürden in Deutschland: Für viele Studienfächer gibt es in Deutschland einen NC – im Ausland sind stattdessen schriftliche Aufnahmeprüfungen oder Auswahlgespräche üblich. Ein Auslandsstudium kann also deine Chance sein, zu deinem Wunschfach zugelassen zu werden.

Arten des Auslandsstudiums

Die Ferne bietet verschiedene Möglichkeiten für einen Studienaufenthalt. Das sind die wichtigsten:

Teilstudium: Auslandssemester, Auslandsjahr, Summer Session, Academic Gap Year

Das Auslandssemester, bzw. das Auslandsjahr ist der Klassiker unter den Studienmöglichkeiten im Ausland. Du verbringst ein bis zwei Semester an einer Hochschule im Ausland, wo du in der Regel drei bis fünf Kurse pro Semester belegst – diese sind im besten Fall an deiner Heimatschule anrechenbar.

Besonders in den USA, Kanada und Großbritannien sind die Summer Sessions weit verbreitet – in der vorlesungsfreien Zeit zwischen Sommer- und Wintersemester können über einige Wochen Kurse belegt werden, die an der Heimathochschule angerechnet werden.

Ebenfalls in den englischsprachigen Ländern hat sich das Acadamic Gap Year etabliert. Es bietet Studieninteressierten eine Möglichkeit, auf Probe zu studieren, d.h. In Kurse hineinzuschnuppern, um das richtige Studienfach für sich zu finden. Vorteil gegenüber einem Auslandssemester: Du musst nicht bereits an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sein, um am Academic Gap Year teilzunehmen. 

Vollstudium: Bachelor und Master 

Solltest du ein komplettes Bachelorstudium im europäischen Ausland absolvieren wollen, ist dies dank der Bologna-Reform kein Problem – dein Abschluss ist anerkannt. Mit dem nicht-europäischen Ausland gibt es in der Regel keine Abkommen mit Deutschland zur Anerkennung – im Vorfeld solltest du dich also unbedingt gründlich darüber informieren.

Gleiches gilt für den Master. Im Ausland besteht allerdings die Möglichkeit, Fächer zu belegen, die in Deutschland nicht angeboten werden – sorgfältige Recherche im Vorfeld lohnt sich.