Du planst ein Studium an einer Universität und weißt schon ganz genau, wo es hingehen soll? Dann lass dir das besser dreimal durch den Kopf gehen, denn es gibt viele Dinge, die du für dein zukünftiges Studentenleben berücksichtigen solltest, bevor du dich in das vermeintlich unvermeidliche Chaos stürzt, das das Leben von Studierenden mit sich bringt!

Studiengebühren und Studentenjobs

Studiengebühren müssen doch überall gleich sein, schließlich leben wir in einem Land, welches Gleichberechtigung großschreibt? Falsch! Gerade in Sachen Studium haben nicht alle Bundesländer die gleichen Voraussetzungen – und die Höhe der Studiengebühren weicht teilweise drastisch voneinander ab. So studierst du beispielsweise im unterfränkischen Bayern im Vergleich zu Bremen sehr preiswert. Aktuell liegen die Studiengebühren pro Semester in Bremen bei rund 330 Euro, in Bayern bei einem Drittel davon (Stand: 2018). Was jedoch in allen Bundesländern relativ ähnlich ist, sind die Konditionen, die du für die Studiengebühren erhältst: Du darfst in bestimmten Gebieten des öffentlichen Personennahverkehrs mit deinem erworbenen Studententicket „kostenlos“ herumfahren, denn mit den Studiengebühren bezahlst du auch dein Fahrticket.

Bei stellenweisen so hohen Studiengebühren ist es nicht verwunderlich, dass das BAföG (wenn man sich denn dem glücklichen Umstand ausgeliefert sieht, es empfangen zu dürfen) oftmals nicht ausreicht. Einige Studierende wohnen zudem nicht mehr in ihrem Elternhaus und müssen ihre eigene Unterkunft finanzieren, was zusätzliche Kosten aufwirft. In diesem Fall eigenen sich Studentenjobs. Studentenjobs, das können „normale“ Nebenjobs sein – der beliebteste Studentenjobs ist übrigens das Kellnern -, aber auch etwas exotischere Berufe und welche, die weniger leicht zu haben sind. So kannst du dich zum Beispiel um eine Stelle als Werkstudent/in bewerben (Werkstudent/in zu sein bringt nicht nur enorme finanzielle Vorteile mit sich, sondern du kannst auch alltagspraktische Erfahrungen im Rahmen deines Studiums sammeln) oder als studentische Hilfskraft direkt an deiner Universität arbeiten. Für letzteres kannst du Informationen überwiegend auf der Webseite deiner Universität finden, in Aushängen direkt an deiner Uni oder aber du legst dich während des Semesters mächtig ins Zeug und hoffst darauf, von deinen Dozierenden ein Jobangebot zu erhalten.

Studienwahl und Prüfungsstress

Doch in was für einem Seminar sollst du dich überhaupt richtig ins Zeug legen? Viele Noch-nicht-ganz-aber-fast-Studierende haben grob vor Augen, was sie schon immer interessiert hat und was sie deshalb studieren möchten. Ein wahrhaftiger Dauerbrenner ist unter anderem der Studiengang Biologie und zwar mit der Begründung: „Das hat mir an der Schule schon Spaß gemacht und da war ich auch gut drin.“ Der Blick sollte bei der Studienwahl jedoch nicht nur zurück gehen, sondern auch in die Zukunft weisen: Was kann ich mit dem abgeschlossenen Studium erreichen? Wo will ich hin? Außerdem muss dir klar sein, bei jedem Studiengang, dass ein Studium nicht immer nur Spaß macht. Wer sich also in dem Glauben sonnt, an der Uni nur zu studieren, was Freude macht, „denn es ist ja mein Lieblingsfach gewesen“, begibt sich auf dünnes Eis.

Und das wird insbesondere in den Prüfungsphasen deutlich. Gerade in den ersten beiden Semestern deines Studiums wird sich die Universität sehr darum bemühen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Was, je nach Studiengang, auf dich zukommt, sind viele Prüfungen in einem relativ knappen Zeitraum. Du kannst aber auch Glück haben, wenn du einen Studiengang gewählt hast, bei dem der Anfang relativ leicht ist und es am Ende erst „richtig dicke“ kommt. Jura wäre ein Beispiel für einen solchen Studiengang.

Fazit

Nichtsdestotrotz musst du jetzt keine Angst vor deinem zukünftigen Studium haben. Schließlich bist du nicht die einzige Person, die an der Universität studiert. Die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen und sich gegenseitig zu unterstützen, gestaltet jedes Studium, egal wie schwer es auch sein mag, gleich um einiges einfacher.