Egal ob man Erstsemester ist oder kurz vor der Abschlussprüfung steht, dem ständigen Druck im Studium sind viele Studenten kaum gewachsen. Die Ansprüche werde immer höher, die Zeit wird knapper und man ist umringt von Mitstudenten, die entweder problemlos klarzukommen scheinen, oder die eigene Panik nur noch verstärken. Was mit zeitlichem oder organisatorischem Stress beginnt, kann sich in eine umfassende Prüfungsangst entwickeln, die das ganze Studium gefährdet. Wer darunter leidet, sollte sich vor allem klar machen, dass er damit nicht allein und seine Gefühle kein Zeichen von Schwäche sind! Die intelligentesten, begabtesten Menschen leiden unter Überforderung und der Angst, zu versagen. An vielen Universitäten gibt es daher Sozialberatung, die mit Übungen und Tipps helfen kann und manchmal auch Peergroups, die sich gegenseitig unterstützen. Wichtig ist: Die Angst und den Druck nicht verdrängen, sondern sich eingestehen und Hilfe in Anspruch nehmen!

Tipps gegen Angst und Druck

Wer zunächst versuchen will, sich selbst zu helfen, kann folgende Tipps testen. Aber auch, wer noch nicht unter Prüfungsangst leidet, sondern lediglich vorbeugen möchte, sollte sich daran orientieren. Aktiv werden und das Problem anpacken, ist immer die beste Wahl. 

1. Gute Planung ist die halbe Arbeit

Auf die Prüfung tatsächlich zu lernen oder die Hausarbeit zu schreiben ist nicht der erste Schritt zum Ziel. Am Anfang sollte immer eine gute Planung stehen. Darunter fällt sowohl die zeitliche Planung als auch die Organisation verschiedener Teilaufgaben. Wenn du dir Zwischenziele setzt und fest Termine dafür legst, wirkt die Gesamtaufgabe nicht so überwältigend. Du lernst immer nur einen kleinen Teil, oder kümmerst dich um einen aktuellen Zwischenschritt (z.B. die Recherche oder Interviews). Wenn das erledigt ist, denkst du über den nächsten Schritt nach. Wenn du weißt, dass du gut geplant hast, musst du deine Energie nicht ständig darauf verschwenden, dir Sorgen zu machen. 

2. Anspannung und Entspannung

Hast du dir schon mal überlegt, warum du ständig unter Strom stehst? Wahrscheinlich erlaubst du deinem Kopf niemals, wirklich abzuschalten. Selbst wenn du nicht in einer akut fleißigen Phase bist, denkst du ständig über die nächste Aufgabe nach. Dein Gehirn benötigt aber regelmäßige Phase, in denen es nicht beschäftigt oder gefordert ist. Diese Entspannungsphasen sorgen auch dafür, dass sich deine Muskeln lockern und du keine schlimmen Verspannungen in Schultern und Nacken bekommst (die Stellen, die bei Strass sofort verkrampfen). Wenn du es nicht alleine schaffst, dich zu entspannen, denk mal über einen Kurs nach! 

3. Worst Case Szenario

Die ständige Sorge, dass du eine wichtige Prüfung nicht bestehst oder das Thema deiner Abschlussarbeit nicht genehmigt wird, kostet dich viel Energie. Dabei hast du wahrscheinlich noch nie zugelassen, darüber nachzudenken, was passieren würde wenn es tatsächlich soweit käme. Den schlimmsten Fall wollen wir gern verdrängen, denn er macht und Angst. Es hilft aber gegen den untergründigen Stress, sich einmal auszumalen, was wirklich passieren würde. Denn dann stellen wir auch irgendwann fest, dass selbst im schlimmsten Fall immer noch alternative Möglichkeiten bestehen. Selbst wenn es eine andere Berufswahl oder ein verrückter Plan ist. Hauptsache du machst dir bewusst, dass auch bei Eintreten des schlimmsten Falles dein Leben nicht zu Ende wäre.