Jeder Student und jede Studentin kennt es: Je näher der nächste Prüfungstermin rückt, umso größer wird der Stress. Für Freunde bleibt im Alltag keine Zeit mehr und auf dem Tagesplan steht nur noch Lernen, Lernen, Lernen. Nach der Prüfung fällt dieser Stress glücklicherweise schnell wieder ab und das Privatleben findet wieder einen Platz im Alltag. Diese unterschiedlichen Phasen kennt im Studium fast jeder. Jedoch ist dieses sogenannte Phasenmodell beim Studium nicht nur eine echte Zumutung, sondern bezogen auf die eigene Leistungsfähigkeit auch ziemlich unproduktiv.

Bereite dich so früh wie möglich vor und schiebe nichts auf

Sich so früh wie möglich vorzubereiten und nicht alles nach hinten zu schieben ist sicherlich ein Tipp, welchen du nicht zum ersten Mal hörst. Und natürlich ist dies auch leichter gesagt als getan. Je früher du anfängst, umso mehr Zeit hast du natürlich und somit artet die Prüfungsvorbereitung in weniger Stress aus. Das ist wohl jedem soweit klar. Vielleicht motiviert dich jedoch der Aspekt, dass du bei regelmäßigem Lernen insgesamt weniger tun musst, um eine gute Prüfungsnote zu erreichen, als wenn du erst kurz vor der Prüfung mit dem Lernen beginnst. Sich innerhalb von kürzester Zeit viele Inhalte ins Gedächtnis zu „prügeln“ ist für dein Gehirn ein enormer Aufwand und kostet somit viel Zeit und Energie. Wenn du stattdessen jedoch schon zu Beginn des Semesters regelmäßig wenige Inhalte wiederholst, so kann dein Gehirn diese Inhalte mühelos im Langzeitgedächtnis abspeichern. Was deine gesamte Lernzeit während des Semesters betrifft, hast du somit weitaus weniger Aufwand und kannst natürlich viel entspannter in die Prüfung gehen.

Erstelle dir deinen individuellen Lernplan

Um dies auch umzusetzen ist es wichtig, dass du dir deinen eigenen und ganz individuellen Lernplan erstellst. Nur du selbst weißt am besten, wie dein Alltag aussieht, welchen weiteren Verpflichtungen du neben deinem Studium nachkommen musst und welche Ansprüche du an dich selbst hast. Richte dir deshalb unbedingt feste Lernzeiten ein, an welche du dich auch halten kannst. Diesen Plan kannst und solltest du jederzeit anpassen. Wenn du bemerkst, dass du dir etwas zu viel vorgenommen hast, dann schraube deine geplanten Lernziele etwas herunter. Andernfalls führt es dazu, dass du gar nichts tust und kurz vor der Prüfung wieder einmal in Stress gerätst. Finde heraus, was für dich machbar ist und ziehe deine Pläne dann eisern durch. Im Anschluss darfst du dich für die getane Arbeit natürlich auch belohnen. Dies motiviert dich dann wiederum dazu, am nächsten Tag genauso fleißig weiterzumachen.

Finde heraus, welche Lerntechniken bei dir am besten funktionieren

Des Weiteren solltest du dich einmal mit deinen Lerntechniken auseinandersetzen. Es gibt unzählig viele Möglichkeiten zum Lernen und nicht jede funktioniert bei jedem gleich gut. Während der eine mit einer bestimmten Methode große Fortschritte macht, kommt ein anderer mit dieser Methode möglicherweise gar nicht voran. Bei einer erfolgreichen Prüfungsvorbereitung spielt die richtige Lernmethode nämlich eine sehr zentrale Rolle. Deine Effektivität bemisst sich nicht daran, wie viele Stunden du täglich an deinem Schreibtisch sitzt. Vielmehr kommt es darauf an, was du am Abend erreicht hast und welche Fortschritte du gemacht hast. Reflektiere dich deshalb in regelmäßigen Abständen selbst und mache dir Gedanken darum, wie effektiv deine Lernmethoden sind. Mit der richtigen Strategie, einem festen Lernplan und eine für die am besten funktionierenden Lernmethode wird Lern- und Prüfungsstress schon bald der Vergangenheit angehören.