Um einer Überfischung vorzubeugen, wurde die Haiart des Kurzflossen-Mako auf die Liste der bedrohten Tierarten gesetzt. Eine rekordverdächtig hohe Anzahl von Ländern hat den Antrag auf Schutz des Hais unterzeichnet.

Der Kurzflossen-Mako

Der, bis zu vier Meter lange, Kurzflossen-Mako wird aufgrund seiner Schnelligkeit auch als „Gepard der Ozeane“ bezeichnet. Er kann eine Geschwindigkeit von 69 km pro Stunde erreichen. Damit ist er der schnellste Hai der Welt.

Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über alle warmen und subtropischen Ozeane der Welt. Auch im Mittelmeer und im Roten Meer ist die Haiart vertreten.

Während alle Makohaie (Kurz- und Langflossen-Mako) an der Überfischung leiden, ist besonders der Kurzflossen-Mako davon betroffen. Dazu kommt, dass die Vermehrung dieser Haiart vergleichsweise langsam ist und Weibchen erst mit 18 Jahren geschlechtsreif werden.

Gründe für Überfischung

Einer der Hauptgründe ist die große Nachfrage nach Haifischflossensuppe. Vor allem in Asien ist diese, als Delikatesse geltende, Speise überaus begehrt. Spanien ist der Hauptexporteur von Makohaien. Europäische, vor allem spanische und portugiesische, Fischerschiffe sind für 65% der gemeldeten Kurzflossen-Mako-Fänge zwischen Januar und Juni 2018 verantwortlich zu sein. Ein Großteil des Handels mit solchen Gütern wird nicht überwacht oder reguliert und oft ist der Makohai auch Opfer des Beifangs.

Neue Entwicklungen

Schon länger waren Wissenschaftler und Naturschützer aufgrund des Rückgangs der Population alarmiert. Ihre Bemühungen führten schließlich zu einer Hinzufügung der Art auf die Rote Liste. Die Gefahr eines schnelleren Rückgangs wurde erst kürzlich offensichtlich und Wissenschaftler empfahlen eine Reduzierung von 3000 auf 300 Tonnen Fang.

In der letzten Augustwoche haben die Regierungen im Zuge des Washingtoner Artenschutzübereinkommen (Convention on International Trade in Endangered Species) über die Regulierung des internationalen Handels beider Makohaiarten abgestimmt. Die Mehrheit der 185 Unterzeichner sprach sich für einen verstärkten Schutz aus.

Wenn der Hai tatsächlich Teil von Anhang 2 des Abkommens ist, wird das Fischen nur noch genehmigt, nachdem erwiesen ist, dass dadurch der Fortbestand der Art nicht weiter gefährdet wird.

Auch das Sterben von Rochen und anderen Meerestiere wurde auf der Konvention besprochen und soll insgesamt 18 Arten einen Platz unter Anhang 2 gewähren. Haie und Rochen gehören zu den gefährdetsten Arten der Erde, doch die zahlreichen Bemühungen machen deutlich, dass das Erhalten dieser Tiere ein wichtiges Bestreben ist.

Die Präsidentin der Shark Advocates International bezeichnet den erreichten Fortschritt, als einen Weckruf für viele weitere Länder. Auch die EU wurde dazu aufgefordert, sofortige Fanggrenzen zu setzen und die Erhaltung der Art zu fördern.