Drei ultimative Lerntipps für eine erfolgreiche Prüfungsphase

Am Ende eines jeden Semesters gilt es, Prüfungen zu absolvieren. Dies können Hausarbeiten oder mündliche Prüfungen sein, in den meisten Fällen sind es jedoch klassische Klausuren. Vergleichen lassen sich die Prüfungsformen nur grob: Hausarbeiten sind etwa durchaus anspruchsvoll und aufwändig, bei Klausuren oder Prüfungen muss jedoch gespeichertes Wissen sicher und auswendig abgerufen werden können.

In diesem Artikel fokussieren wir uns also auf die Vorbereitung auf Klausuren und geben dir drei ultimative Lerntipps, um die Prüfungsphase erfolgreich hinter dich zu bringen. Natürlich sind unsere Lerntipps nicht vollkommen ultimativ. Sie geben Dir eine ausgezeichnete Hilfestellung, einzelne Details kannst du jedoch nach deinen Vorlieben anpassen.

Lerntipp Nummer 1: Die Vorbereitung beginnt mit dem Start des Semesters

Zu Beginn eines jeden Semesters solltest du dir zunächst etwas Zeit für die wichtigsten Dinge nehmen:

  • Notiere dir Klausurtermine, Anmeldefristen und prüfe, ob bestimmte Veranstaltungen oder Aufgaben verpflichtend erledigt werden müssen
  • Mache dich mit dem Online-Angebot vertraut und lese die vom Lehrstuhl bereitgestellten Informationen sorgfältig durch
  • Insbesondere wenn Informationen zur Klausurform bereitgestellt werden, solltest du diese im Hinterkopf behalten. Schließlich macht es einen deutlichen Unterschied, ob eine Klausur als Multiple-Choice-Prüfung, mit freien Aufgabenstellungen, oder als Mischung aus beidem konzipiert ist.
  • Lässt es dein Alltag zu, so solltest du feste Lernzeiten einplanen und möglichst einhalten.

Hast du dies erledigt, so kannst du dich unserem ersten Lerntipp widmen. Du weißt nun, welche Fächer und Inhalte dich erwarten und mit welchem Aufwand dies verbunden ist. Den Lern- und Vorbereitungsaufwand kannst du jedoch reduzieren, indem du strategisch vorgehst. Folgender Lerntipp gilt für jedes Fach gleichermaßen:

  • Auch wenn du motiviert bist und am liebsten so viel wie möglich, so schnell wie möglich verinnerlichen willst, solltest du dich zu Beginn etwas bremsen.
  • Lese Vorwörter und Einleitungen genau. Sie enthalten oft wichtige Informationen zum Aufbau eines Faches und beschreiben die Lernziele. Gleiches gilt für die Fazits nach Kapiteln oder Kurseinheiten
  • Statt dich nun Seite für Seite vorzuarbeiten, solltest du Skripte und Unterlagen zu beginn erst einmal grob überfliegen.

Besonders der erste „Überflug“ ist ein ausgezeichneter Lerntipp, da du so deinen Zeitaufwand reduzieren kannst. Häufig sind Themen und Kapitel gleich strukturiert und folgen einem bestimmten Schema. Kennst du dieses zu Beginn, so fällt es dir leichter dich zu erinnern und dein neues Wissen in diese Schemata einzuordnen.

Lerntipp 2: Prüfungsvorbereitung passend zu deinem Wissensstand

Natürlich solltest du nach Möglichkeit kontinuierlich lernen, in der Realität steigt der Lernaufwand jedoch oft, je näher eine Klausur rückt. Dementsprechend fällt dir möglicherweise erst relativ spät auf, wo du noch Lücken hast. Stress ist dann natürlich vorprogrammiert. Allerdings kannst du diesem Stress bestmöglich begegnen, sodass du auch Motivation daraus ziehen kannst.

Auch hier hilft es wieder, wenn du beim Lernen zunächst deine Unterlagen grob überfliegst. Dabei solltest du allerdings etwas langsamer vorgehen und ausprobieren, ob du genügend Detailwissen hast. Nehme dir etwa ein Kapitel vor und schreibe zu jeder Kapitelüberschrift auf, was dir dazu einfällt. So stellst du schnell fest, wo noch Nachholbedarf besteht und wo du bereits sicher unterwegs bist. Je nach Fach kannst du natürlich auch auf klassische Möglichkeiten wie Karteikarten, Musterlösungen oder Übungen zurückgreifen. Wiederhole auch Aufgaben, die dir schon gut vertraut sind. Je öfter du diese wiederholst, desto sicherer bist du in der Prüfung.

Bietet ein Lehrstuhl Mentoriate oder Vorbereitungsveranstaltungen an, so solltest du diese wahrnehmen, sofern du dich unsicher fühlst.

Lerntipp 3: Tausche dich aus und sammle Informationen

Hilfreich bei der Klausurvorbereitung ist auch der Austausch mit Kommilitonen. So stehen diese vor der gleichen Herausforderung wie du und haben möglicherweise ähnliche Probleme. Diskutiert also Aufgabenstellungen, bildet Lerngruppen (auch Online möglich) oder sprecht, wenn möglich auch Studierende höherer Semester an. Gerade wenn ein Lehrstuhl keine Alt- oder Übungsklausuren bereitstellt, können diese wichtige Informationen zur genauen Gestaltung der Prüfung geben. Insbesondere in rechtswissenschaftlichen Fächern ist etwa der Stoff sehr umfangreich, die Anzahl möglicher Prüfungsaufgaben aber begrenzt und in jedem Semester ähnlich.

Ein guter Lerntipp ist es auch, dich genau zu informieren. So findest du etwa im Modulhandbuch, bei der Klausuranmeldung oder im Online-Angebot oft detaillierte Informationen zur Klausur. Besonderes Augenmerk solltest du auf mögliche Stoffeingrenzungen legen. Oft werden ganze Kapitel ausgeschlossen und ersparen dir viel Zeit, die du für das Lernen des klausurrelevanten Stoffes verwenden kannst.