Studieren macht Spaß, bedeutet aber auch, dass Hunderte von Prüfungen bestanden werden müssen. Dass das einiges an Lernstress mit sich bringt, versteht sich von selbst. Viele Studenten sind zunächst baff oder von der Ankündigung der Prüfungstermine gänzlich überrumpelt, da man von der Schule her weder die Intensität noch den Umfang hinsichtlich Prüfungen gewohnt war. Jeder entwickelt daraufhin unterschiedliche Strategien, um in der Klausurenphase bestehen zu können – im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Amüsante daran ist, dass du schnell feststellen wirst, dass in dir vielleicht einer der nachfolgenden Typen steckt, jeder von uns sich aber im Laufe des Studiums schnell mal in Nummer Vier verwandelt.

Lerntyp Nr. 1: der Vorsorgliche

Der Vorsorgliche ist im Endeffekt das, was du früher in der Schule als „Streber“ bezeichnet hast. Er schreibt in jeder Vorlesung fleißig seinen Notizblock voll, kauft alle relevanten Fachbücher und beginnt zwei Monate vor Klausurenbeginn, Freizeitaktivitäten großflächig bis gänzlich einzustellen. Den Vorsorglichen trifft man Wochen vor der Prüfungsphase nur noch in seiner Studentenbude an, am Schreibtisch, flankiert von Büchern, Decken und dampfenden Kaffeebechern. Er ist ein Vorbild an Disziplin und außerdem ein wandelnder Prüfungskalender, da er stets alle Termine im Kopf hat. Spitzennoten sind sein Lohn.

Lerntyp Nr. 2: Der Chaotische

Der Chaotische ist der Stimmungsmacher auf jeder Uni-Party und feiert für sein Leben gern – wenn es jedoch um konzentriertes Lernen geht, scheitert er oft an seiner eigenen Verplantheit. Der Chaotische ist zwar motiviert, vergisst jedoch gerne einmal die Hälfte seiner Bücher in der Bibliothek und ist in den Vorlesungen meistens zu müde, um mitzuschreiben. In Lerngruppen sorgt er dafür, dass das gemeinsame Mathe Pauken schnell in eine Partyplanung für den Abend umschlägt und alle plötzlich wieder gute Laune haben. Da der Chaotische gerne auch mal spontan Drogen konsumiert, welche vorzugsweise in Abgeschiedenheit auf dem Zimmer geraucht werden, fehlt ihm schlichtweg auch einfach die Zeit zum Lernen.

Lerntyp Nr. 3: Der Kreative

Wenn du den Kreativen in deiner Lerngruppe hast, hast du Bingo gezogen – denn er versteht es, Wissenstransfer unterhaltsam zu gestalten. Um sich den Lernstoff in den Kopf zu meißeln, wird immer wieder mit tollen, neuen Ideen um die Ecke kommen. Da sind Post its in seiner Studentenbude noch das Harmloseste – es kann sein, dass er T-Shirts mit wichtigen Formeln bedrucken lässt und seine Kommilitonen dazu auffordert, diese zu tragen, um sich gegenseitig als Gedächtnisbrücke zu dienen. Der Kreative ist zwar manchmal nervig, aber effizient. Und partytechnisch gesehen meist der beste Freund vom Chaotischen.

Lerntyp Nr. 4: Der „Procrastinator“ (Aufschieber)

Der Aufschieber liebt das Aufschieben, denn mit Prokrastination ließ sich noch jede Klausur bestehen. Sein Hauptproblem ist die fehlende Motivation – schließlich scheint draußen die Sonne, Ende der Woche winkt die nächste Uni-Party und heute Abend ist Programm im Wohnheim. Selbst Urlaubsplanung interessiert den Aufschieber mehr, als der anstehende Prüfungsmarathon – schließlich kommt man bei der Rucksacktour in den Anden auch zum Laufen. Der Aufschieber schiebt genau so lange auf, bis er ein bis zwei Abende vor Prüfungsbeginn merkt, dass er dringend anfangen zu lernen muss. Dann jedoch stürzt er sich in die Bücher und lernt wie ein Weltmeister.