Wie findet man die passende Lerngruppe? Diese Frage stellen sich Studenten häufig zu Beginn eines Studiums. Neue Umgebung, neue Wohnung, möglicherweise neue Stadt… und man kennt häufig noch niemanden. Gerade für „Erstis“ ist es besonders schwer, sich einer produktiven Lerngruppe anzuschließen. Aber auch die älteren Semester wechseln durchaus im Verlauf eines Studiums mal die Lernpartner. Um die richtige Zusammenstellung von Kommilitonen, die zu einem passen, als Lerngruppe zu finden, gibt es hier von akademix.eu einige nützliche Tipps.

Warum eine Lerngruppe finden?

Wieso es überhaupt der Mühe wert ist, sich mit Mitstudierenden zu einer Lerneinheit zusammenzuschließen, hat mehrere Gründe. Der wichtigste ist sicherlich, dass es sich erfahrungsgemäß mit mehreren einfacher lernt als alleine. Man profitiert von geteilter Arbeit und kann aus eine Ideenpool verschiedener Köpfe und Charaktere schöpfen. Zudem bekommt der ein oder andere eventuell wichtige Informationen eher mit und kann diese an die Lerngruppe weitergeben.

Darüber hinaus lernt man über die Mitglieder der Lerngruppe nach und nach immer mehr Leute kennen. Stellt man nach einer gewissen Zeit fest, dass die Zusammensetzung der bestehenden Lerngruppe für einen selber nicht so optimal ist, kennt man dadurch eventuell schon andere Kommilitonen, die besser zu einem passen. Kontakte sind wichtig und bereichern das Studium.

Die perfekte Lerngruppe finden – Die ideale Zusammensetzung

Zunächst steht die Größe einer Lerngruppe im Fokus. Diese sollte natürlich nicht ausarten und überschaubar bleiben. Eine zu große Menge an Personen lähmt in der Regel die Produktivität. Getreu dem Motto „Zu viele Köche verderben den Brei“ sind zu viele Meinungen eher hinderlich und führen zu endlosen Diskussionen. Effizienter sind kleine, dynamische Gruppen von 3 – 5 Personen.

Die Basis für die ideale Lerngruppe bilden selbstverständlich die Teilnehmer. Suche Dir Leute, mit denen Du gut zusammenpasst und mit denen Du Dich auf gleicher Wellenlänge befindest. Ausschließlich Nerds sind dabei nicht unbedingt hilfreich. Allerdings können sie als Teil der Gruppe diese bereichern. Deshalb ist eine Mischung aus Kompetenzen absolut empfehlenswert. Es erweist sich als vorteilhaft, wenn jeweils ein Mitglied der Lerngruppe:

  • stets den Roten Faden im Blick hat und über relevante Themen genau informiert ist,
  • als Organisator angefangen von den notwendigen Unterlagen bis hin zum Termin des nächsten Gruppentreffens alles koordiniert,
  • die Ruhe auch in hektischen und stressigen Arbeitsphasen bewahrt und somit stets für Entspannung in der Gruppe sorgt,
  • viele Kontakte und Beziehungen pflegt und somit ständig für neue Informationen und frischen Esprit sorgt,
  • die Dinge auch mal gerne kritisch hinterfragt. Ständiges Abnicken und permanentes gegenseitiges Zustimmen treiben die Ziele der Lerngruppe nicht voran.

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Wo kannst Du die Menschen für die perfekte Lerngruppe finden?

Wer sich bereits im Studium befindet, der kennt sicherlich schon den ein oder anderen Kommilitonen aus Vorlesungen, Seminaren oder auch Tutorien. Eventuelle Erfahrungen mit bestimmten Mitstudierenden haben sich dabei möglicherweise schon als vorteilhaft erwiesen und Du könntest Dir vorstellen, dass der- oder diejenige zu Dir als Lerntyp passt. Dann gilt die Devise: Einfach ansprechen! Nur so lernt man neue Leute kennen und findet garantiert jemanden, mit dem sich gemeinsames Lernen lohnt.

Für Erstsemester scheint es auf den ersten Blick schwieriger zu sein die ideale Lerngruppe zu finden. Dabei profitierst Du insbesondere als Ersti von einem großen Angebot zahlreicher Kennenlern- und Einführungsveranstaltungen. Wichtiger Tipp: Geh hin! Es gibt fast keine bessere Möglichkeit für Dich, Kommilitonen kennenzulernen und Kontakte zu knöpfen. Ansonsten lohnt sich auch immer ein Blick auf das echte bzw. virtuelle Schwarze Brett Deines Fachbereichs. Hier findest Du Aushänge oder Foren zu Lerngruppen.

Lerngruppe finden – Gemeinsam Ziele erreichen

Hast Du Dein Ziel, die perfekte Lerngruppe zu finden, erreicht, dann beginnt die gemeinsame Arbeit. Steckt gemeinsame Ziele, verteilt die Aufgaben und erstellt einen gemeinsamen Lernplan. Die Ergebnisse jedes Treffens solltet ihr miteinander teilen und diese festhalten.

Doch das gemeinsame Lernen ist nur effizient, wenn jeder arbeitswillig ist und bereitwillig seine Ideen teilt. Stellt sich nach einer Zeit heraus, dass Teile der Lerngruppe nur wenig oder gar nichts zum gemeinsamen Ganzen beitragen, dann ist eine baldige Auflösung der Konstellation sinnvoll und es ist an der Zeit, eine neue Lerngruppe zu finden.