Immer häufiger ist in Verbindung mit den vielen StartUps davon zu lesen, dass die Unternehmen als kleine Nebentätigkeit von kreativen Studenten begonnen haben. Und tatsächlich, immer mehr Studierende entscheiden sich dafür, ihre Ideen noch während des Studiums in einer eigenen Firma umzusetzen. Was in der Presse und unter dem vorherrschenden Gründerboom immer erstaunlich einfach klingt, ist allerdings mit einiges an Arbeit verbunden. Daher sollte man genau prüfen, ob eine Existenzgründung während des Studiums auch für deine eigenen Pläne sinnvoll ist.

Was sind deine Ziele im Studium?

Die meisten Gründer, die heute mit ihren Start-Ups erfolgreich sind und die Firma noch während des Studiums gegründet haben, haben sich hinterher auch in Interviews zu ihren Motivationen und dem Stress geäußert, der die Entscheidung mit sich gebracht hat. So kristallisierte sich auch heraus, dass die meisten von ihnen bereit gewesen wären, das Studium zu beenden oder zu pausieren. Entscheidende Faktoren waren dabei nämlich, dass die Unternehmen sehr schnell entweder aufgrund ihrer Ideen das nötige Risikokapital erhalten haben oder eben lukrativ geworden sind. Das sind aber natürlich nicht die repräsentativen Beispiele für diese Entwicklung.

Tatsächlich ist es gar nicht selten, dass sich Studenten neben dem Studium dazu entscheiden, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Es verspricht eine Umsetzung der eigenen Ideen und Kreativität und kann im Zweifel ein stabiles Einkommen in finanziell herausfordernden Zeiten bringen. Dabei wird aber oft ausgeblendet, wie groß der Stress sein kann. Ein Unternehmen zu führen beinhaltet Marketing, Vertrieb, Buchhaltung und natürlich die eigentliche Arbeit am Produkt oder der Dienstleistung. Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen sind zudem die Arbeiten in der eigenen Firma in der Regel mit höherer Priorität zu erledigen als die aus dem Studium. Nicht immer funktionieren beide Sachen parallel.

Beratung, Gründung und die richtigen Partner

Natürlich spricht nichts dagegen, wenn ein ambitionierter Designer bereits im Studium die erste Grundlage für ein eigenes Unternehmen schafft. Auch sonst ist die Studentenzeit perfekt, um neue Kontakte zu knüpfen, potentielle Partner für die Firma zu finden und sich generell mit den Feinheiten der Unternehmensführung vertraut zu machen. Wichtig ist, dass die Prioritäten dabei klar gesetzt sind. Wer zuerst das Studium beenden möchte, sollte das Unternehmen nicht zu groß aufziehen und nicht zu viel Zeit investieren. Auch sonst gibt es einige Stolpersteine bei der Gründung eines Unternehmens als Student. Besonders die Krankenkasse wird einen solchen Vorgang genau verfolgen. Daher ist es durchaus richtig, wenn man sich vor diesem Vorhaben umfangreich an der eigenen Universität beraten lässt.

Die Gründung selbst kann aber während der Studienzeit bereits das Fundament für eine spätere Arbeit legen. Hier kommen viele neue Ideen zusammen und besonders in den Branchen, die einer schnellen Entwicklung unterliegen, sind Studenten die Impulsgeber der Zeit. Wenn du also mit dem Gedanken spielst, dass eine Gründung sinnvoll sein kann, such dir die richtigen Partner und Berater und lass dich vorher umfangreich beraten. So kann es auch mit dem Studium und dem eigenen Unternehmen klappen.