Auch wenn für viele Erwachsene und Nicht-Studenten das Leben im Studium immer noch vom Bild der Partys, der kaum erwähnenswerten Anwesenheit im Hörsaal und einer vollkommenen Freiheit bestimmt wird, weißt du vermutlich selbst, dass die Realität ganz anders aussieht

Klausuren, Hausarbeiten und Projekte nehmen den Alltag der meisten Studenten ein. Angesichts der finanziellen Situation im Studium muss darüber hinaus nicht selten auch noch ein Nebenjob gestemmt werden. Spätestens in der Klausurphase zeigen sich bei vielen Studierenden die Druck-Symptome: Schlaflosigkeit, Panikanfälle und eine allgemeine Lustlosigkeit sind dabei nur einige der Probleme.

Was kann man dagegen tun?

Psychische Probleme im Studium sind keine Seltenheit

Gleich zu Beginn: Wer im Zuge der eigenen akademischen Ausbildung das eine oder andere Probleme mit der Psyche bekommt ist nicht alleine und hat mit Sicherheit keinen Grund sich zu schämen. Viele Studien der neuerlichen Zeit zeigen, dass beinahe die Hälfte aller Studenten bis zum Master-Abschluss mindestens einmal in eine depressive Phase rutscht. Darüber hinaus ist auch der Konsum von verschiedenen Drogen in Kombination mit dem Druck erwiesen. Aufputschmittel sind in der Lernphase kein Klischee, sondern gelebte Realität an den Universitäten. Es ist daher wichtig, dass man ein wenig auf den eigenen Körper und die Psyche hört. Erste Anzeichen des Leistungsdrucks zeigen sich in den verschiedensten Formen. Lustlosigkeit, Schlaflosigkeit und sogar Zustände, in denen man sich kaum noch aus dem Bett bewegen möchte, kommen immer häufiger vor.

Es ist der Leistungsdruck auf allen Ebenen, der gelebte Existenzkampf, der dafür sorgt, dass vielleicht auch du schon mit solchen Problemen zu kämpfen hast oder hattest. Denn immerhin soll das Studium dir nicht nur einen Grundstein für die künftige Karriere legen. Angesichts der knappen finanziellen Mittel muss in vielen Fällen mit der Hilfe von Nebenjobs und Bafög auch noch jeden Monat um die Miete gekämpft werden. Umso wichtiger ist es, dass man vorbeugt und sich gleichzeitig aktiv um die Bekämpfung typischer Stressprobleme kümmert.

Professionelle Hilfe gibt es auch an den Universitäten

Um dem Stress im Studium Herr zu werden, braucht es eine gute Organisation und vor allem eine Kenntnis über die eigenen Grenzen. Es ist wichtig, dass man sich auch in den stressigen Phasen mit Ablenkung beschäftigt, sich nicht völlig auf Arbeit und Studium versteift, sondern dem Körper und dem geist seine dringend benötigten Pausen gönnt. Das bedeutet auch, dass du im drastischen Fall darüber nachdenken solltest, ob ein Semester ausgesetzt werden sollte. So mag sich die Studienzeit ein wenig verlängern, langfristig profitierst du aber von dieser Erholungspause vom Körper und davon, dass du ausreichend Zeit hast, dein Studium bessre zu organisieren.

Darüber hinaus haben auch die Universitäten diese bedenkliche Entwicklung in den letzten Jahren erkannt und ihr eigenes Angebot für die Unterstützung erweitert. An beinahe jeder Uni findet sich heute ein Dienst, der psychologische Unterstützung in den verschiedensten Formen zur Verfügung stellt. Wenn du dir nicht sicher bist, ob der Druck zu viel wird, solltest du dich nicht scheuen, eben dieses Angebot in Anspruch zu nehmen und dir helfen zu lassen.