Bist du vielleicht gerade mit der Schule fertig und überlegst dir, ob du studieren möchtest? Oder du stehst schon mit beiden Beinen im Berufsleben, spielst aber mit dem Gedanken, noch ein Studium drauf zu setzen? Bei der Frage, ob das Studieren richtig für dich ist, geht es nicht nur um Studienfächer und Abschlüsse. Denn das Studentenleben bietet viele Vor- und Nachteile, die es zu bedenken gilt. Um ein Studium erfolgreich zu durchlaufen und abzuschließen, müssen dir alle Seiten des Studentenlebens bewusst sein. Dabei geht es um:

  • Die Geldfrage: Kannst du dir das Studium leisten? Wie wirst du danach verdienen?
  • Die Zeitfrage: Kannst du dir deine Zeit gut einteilen? Schaffst du das Studium?
  • Die Talentfrage: Liegt dir das Studium und hast du die nötigen Fähigkeiten?
  • Die Lebensfrage: Ist es für dich wichtig, studiert zu haben? Dient es deinen Zielen?

All diese Fragen für dich zu beantworten, hilft dir bei einer Entscheidung. Außerdem ist es gut, sich ein realistisches Bild vom Studentenleben zu machen. Natürlich gibt es tolle Partys, man lernt viele neue Leute und Freunde kennen, entwickelt sich persönlich weiter. Aber man muss auch auf vieles verzichten und sich selbst gut organisieren können, damit das Studium erfolgreich ist und langfristig nicht als Zeitverschwendung endet. 

Zeitmanagement als Student

Während deinem Studium ist es besonders wichtig, die eigene Zeit gut zu organisieren. In verschiedenen Fächern, Modulen oder Bereichen gibt es die unterschiedlichsten Ablaufpläne zu beachten und Leistungsnachweise zu erbringen. Wer es da nicht schafft, einen übersichtlichen Kalender zu führen und Termine einzuhalten, der wird es schwer haben. In manchen Bereichen oder Studiengängen kann eine versäumte oder verspätete Leistung sogar dazu führen, dass man exmatrikuliert wird. Im besten Falle macht man sich lediglich seine Kommilitonen zum Feind, wenn man bei Gemeinschaftsarbeiten ständig zu spät erscheint oder seine Teilaufgaben nicht erfüllt.

Finanzen und Nebenjobs

Ein Studium kostet nicht nur Geld, hinzu kommt auch, dass man in der Zeit kein Geld verdienen kann. Viele Studenten schaffen es, einen Nebenjob zu halten, manche arbeiten sogar bis zu 50% nebenher. Dabei solltest du aber bedenken, dass deine Studienleistung nicht unter deinem Job leiden sollte. Sollte das vorkommen, sieh dich lieber nach einem anderen Job um oder schraube deine Kosten so weit wie möglich zurück. Nicht jeder schafft es zeitlich oder kräftemäßig, nebenher zu arbeiten. Daher gibt es auch Studienkredite, die sich lohnen können, wenn man hinterher mit dem Abschluss entsprechend gut verdient.

Teamarbeit vs. Solo-Erfolge

Bist du ein guter Teamplayer? Oder kannst du dich gut allein auf eine Aufgabe konzentrieren? Die beste Antwort wäre hier: Beides. Denn du musst im Studium sowohl in einer Gruppe funktionieren als auch auf dich gestellt umfangreiche Arbeiten erstellen. Der Vorteil ist jedoch, dass du als Student diese Kompetenzen wunderbar lernen oder trainieren kannst, wenn du damit bisher noch nicht so erfolgreich warst. Denn es geht beim Studieren nicht nur darum, möglichst viel Wissen in dich einzufüllen, sondern auch darum, dich als Person zu entwickeln. Du lernst nicht nur Fakten, sondern Kompetenzen.

Mensa-Essen und Snacks

Zu guter Letzt sollte dir klar sein, dass deine Ernährungsgewohnheiten sich verändern werden. Du wirst essen, wenn du Hunger hast und zwar meistens das, was zur Verfügung steht. An stressigen Tagen wirst du dich auch mal nur von Snacks ernähren und am Ende eines langen Tages sogar Mensa-Essen zu schätzen wissen. Studentenjahre sind eben keine Herrenjahre!